Und jetzt geht es zur WM

Eines der besten Dressurpferde der Welt war am Wochenende zu Gast auf dem Linslerhof. Dorothee Schneider und Sezuan bereiteten sich hier auf die nun anstehende WM in den Niederlanden vor. Standesgemäß.

Sie kam, sah und siegte - Dorothee Schneider räumte auf dem Linslerhof mächtig ab. Denn beim achten Dressurfestival des Akademischen Reitclubs der Universität des Saarlandes (ARC), das am Wochenende auf dem Linslerhof in Überherrn stattfand, führte an der Dressurreiterin aus Frankfurt kein Weg vorbei. Schneider holte sich bei der hochkarätig besetzten Freiland-Veranstaltung, die zu den größten Turnieren im Saarland gehört, souverän vier Siege. Der Profi dominierte die S*-Dressur, die S***-Intermediaire II, die S***-Grand Prix de Dressage und die S***-Grand Prix Kür. "Wir sind stolz darauf, eine solch erfolgreiche Reiterin bei unserem Turnier begrüßen zu dürfen. Sie hat mit allen Pferden schöne Ritte gezeigt, vor allem ihr Sieg auf Doppel-Weltmeister Sezuan war toll", freute sich Jan Holger Holtschmit, der Chef des ARC.

Zuschauerin Britta Vogt, die extra für den Auftritt von Sezuan gekommen war, zeigte sich tief beeindruckt: "Ein tolles Pferd, das schon am Anfang seiner Karriere große Erfolge feiert." Als nächstes steht für das Parade-Pferd aus dem Gestüt Peterhof in Perl nun die WM der siebenjährigen Dressurpferde Ende Juli in Ermelo (Holland) auf dem Programm.

Auch die Reiter aus dem Saarland präsentierten sich auf dem Linslerhof in den schweren Prüfungen stark. Madita Zurheide (RB Saarbrücken) wurde hinter Schneider zweimal Vierte und einmal Fünfte, Nicole Grossklos (RG Tannenhof) kam einmal auf Rang sechs.

Zwei Siege holten die Gall-Schwestern vom Reitverein Neunkirchen: Sie dominierten beide Qualifikationen des "Copa Baroque", Victoria Gall siegte in der M**-Kür, Mirjam Gall in der S*-Kür. "Die Premiere der speziell für Barockpferde ausgeschriebenen Dressuren ist gelungen", freute sich Holtschmit.

Im Rahmen des Dressurfestivals fand zudem ein internationales Turnier für Reiter mit Handicap statt. "Die Integration und Förderung des Para-Sports ist unserem Verein ein besonderes Anliegen", sagt Holtschmit. Die Siege gingen an Alina Rosenberg, Elke Philipp, Steffen Zeibig, Hanne Brenner und Carolin Schnarre. Viele Para-Reiter lösten in Überherrn auch ihr Ticket für die paralympischen Spiele in Rio - so wie Hanne Brenner, mehrfache deutsche Meisterin, Welt- und Europa-Meisterin und Paralympic-Siegerin. Brenner lobte die Veranstaltung: "Die familiäre Stimmung hat sogar die nervliche Anspannung wegen der Nominierung für Rio erheblich gemindert."

Mehr von Saarbrücker Zeitung