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Überherrn muss nach Burgs Rücktritt Neuwahl einleiten

Überherrn muss nach Burgs Rücktritt Neuwahl einleiten

Überherrn. Die Ankündigung von Überherrns Bürgermeister Thomas Burg, sein Amt niederzulegen, bedeutet nun für die Gemeinde, einen Nachfolger zu suchen. Darf ein Bürgermeister sein Amt ohne Weiteres aufgeben? Ja, er darf

Überherrn. Die Ankündigung von Überherrns Bürgermeister Thomas Burg, sein Amt niederzulegen, bedeutet nun für die Gemeinde, einen Nachfolger zu suchen. Darf ein Bürgermeister sein Amt ohne Weiteres aufgeben? Ja, er darf. Zwar kennt das saarländische Kommunalverfassungsrecht für Beamte hier den Begriff "Rücktritt" nicht, was in Burgs Fall heißt, er kann, wie jeder Beamte, seine Entlassung verlangen. Die Gemeinde muss die Kündigung annehmen. Das teilte das Innenministerium, zuständig für die Kommunalaufsicht, auf Anfrage der Saarbrücker Zeitung mit.Der Überherrner Bürgermeister Thomas Burg (parteilos) hatte am Donnerstag seinen Rücktritt als Bürgermeister erklärt und sich am gleichen Tag noch während einer Personalversammlung von seinen Mitarbeitern verabschiedet (wir berichteten). Einen Grund für seinen Rückzug gab er nicht an, und das muss er auch nicht.

"Der Entlassungsantrag bedarf keiner Begründung", erklärte Anne Funk, Pressesprecherin des Ministeriums auf SZ-Anfrage. Die Gemeinde ist nun verpflichtet, die notwendigen Schritte für die Wahl eines Nachfolgers in die Wege zu leiten. Die Wahl eines neuen Bürgermeisters muss innerhalb von sechs Monaten nach dem festgestellten Ende der Amtszeit erfolgen.

Der Gemeinderat Überherrn wird voraussichtlich in seiner Sitzung Ende März die Stellenausschreibung beschließen. In Vertretung wird derweil der erste Beigeordnete Guido Guldner (SPD) die Amtsgeschäfte übernehmen. Die Amtszeit von Thomas Burg hätte bis zum Jahr 2014 dauern sollen. hth