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Spitzenspiel ist eine Nullnummer

Spitzenspiel ist eine Nullnummer

Noswendel/Wadern. Zwei Sonntagsschüsse am Samstagnachmittag waren die Höhepunkte beim 1:1 (1:0) im Verfolger-Duell in der Fußball-Landesliga Südwest zwischen dem Vierten SSV Überherrn, der beim Tabellendritten SG Noswendel/Wadern antreten musste

Noswendel/Wadern. Zwei Sonntagsschüsse am Samstagnachmittag waren die Höhepunkte beim 1:1 (1:0) im Verfolger-Duell in der Fußball-Landesliga Südwest zwischen dem Vierten SSV Überherrn, der beim Tabellendritten SG Noswendel/Wadern antreten musste. Diese Punkteteilung nütze nur dem Spitzenreiter SV Bübingen, der gegen den SV Karlsbrunn mit 3:0 gewann, sowie dem FV Diefflen. Der FV, der fünf Zähler hinter Bübingen liegt, hat nach seinem 3:1-Erfolg gegen den ASC Dudweiler im Kampf um die Vize-Meisterschaft nun drei Punkte Vorsprung auf die SG und vier Zähler auf Überherrn.Trainer sind einer MeinungBei der Bewertung des Ergebnisses waren Überherrns Trainer Michael Latz und Noswendel/Waderns Trainer Lothar Pesch und einer Meinung. Latz sah im Spiel deutliche Vorteile für seine Mannschaft. Vor allem in der zweiten Halbzeit hatte Überherrn drei klare Tormöglichkeiten, um das Spiel für sich zu entscheiden. "Das war aber ein ganz schwaches Spiel. Nur die Tore und noch zwei halbwegs gute Torchancen beiderseits waren sehenswert", erklärte der SG-Vorsitzende Eugen Müller. Vielfach wurde dem Hartplatz die Schuld für das schwache Spiel angelastet. Doch SG-Mittelfeldspieler Marko Jost, der auf Grund einer Leistenoperation zum Zuschauen verurteilt ist, kritisierte auch seine Mitspieler: "Keiner zeigte Kampfgeist." Dem pflichtete SG-Trainer Pesch bei: "Leider ist der Kader zu klein, um entsprechend reagieren zu können, wenn ein Spieler seine Leistung nicht abruft und eigentlich ausgewechselt werden müsste." Das Spitzenspiel entwickelte sich von Beginn an zu einer zerfahrenen Partie. Es gab keine zwingenden Aktionen und viele Abspielfehler - allerdings hatte Überherrn mehr Spielanteile. Dies drückte sich auch im Eckenverhältnis von 9:3 aus. Torchancen blieben jedoch Mangelware. Auf Seiten der Gastgeber zeigte Carsten Sehr eine überzeugende Leistung gegen Überherrns Torjäger Dirk Wagner (15 Tore). Er ließ für Wagner keine Chance zu. "Die Führung der Heimelf zur Halbzeit war schmeichelhaft", sagte Überherrns Trainer Latz. Noswendel/Waderns Iskender Cetin hatte nach einer halben Stunde aus 20 Metern mit dem rechten Fuß einfach einmal abgezogen - der Ball landete unhaltbar für Torhüter Philippe Aceto im linken Winkel. Fünf Minuten nach der Pause traf Überherrns Wolfgang Laudwein nahezu von der gleichen Stelle. Er zog mit links ab, der Ball schlug unhaltbar für Torhüter Christian Reiter im rechten Eck ein - das 1:1. "Nur die Tore und noch zwei halbwegs gute Torchancen beiderseits waren sehenswert."Eugen Müller, Vorsitzender der SG Noswendel/Wadern, zum Spiel