Sie schätzt besonders die Abwechslung

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Nicole Abeck wurde als Landesbeste in der Ausbildung zur Kauffrau Spedition und Logistikdienstleistung geehrt.

Die 26-jährige Nicole Abeck hat im vergangenen Jahr ihre dreijährige Ausbildung zur Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung als Landesbeste abgeschlossen.

Dafür wurde sie im Rahmen einer Feierstunde von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer und IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Heino Klingen geehrt. Gelernt hat die Saarlouiserin bei der Firma Dachser in Überherrn. "Nach meinem Realschulabschluss habe ich erstmal an einem Oberstufengymnasium mein Abitur gemacht. Dann habe ich ein Studium begonnen. Aber ich merkte recht schnell, dass das nichts für die Zukunft und nicht das Richtige für mich war", erzählt die Landesbeste ihren Werdegang. Sie wollte einen praktischen Beruf erlernen. Und so entschied sie sich für ihre Ausbildung. "Während meiner Lehre habe ich fünf oder sechs Ausbildungsstationen in unterschiedlichen Abteilungen durchlaufen. Im ersten Jahr wechselt man dann alle drei Monate die Abteilung und erhält jedes Mal eine Beurteilung." Sie habe in allen Abteilungen gut abgeschnitten.

"Aber nach anderthalb Jahren im Unternehmen weiß man, wofür man am besten geeignet ist. Ich arbeite jetzt im Verkauf, was ich mir auch gewünscht habe. Denn dort ist es sehr abwechslungsreich und ich habe viel Kontakt mit Kunden", sagt Nicole Abeck.

Das Unternehmen ist stolz auf die ehemalige Auszubildende, die Ehrenurkunde hängt am schwarzen Brett bei Dachser. Mittlerweile wurde sie fest ins Unternehmen übernommen. "Ich war total überrascht, als ich erfahren habe, dass ich Landesbeste geworden bin. Mit einem so hohen Ergebnis habe ich nicht gerechnet."

Von 60 Abzubis an ihrer Berufsschule, dem KBBZ Halberg, hat sie den besten Abschluss erreicht. Um sich in ihrer Freizeit zu entspannen, treibt die 26-Jährige Sport. Außerdem reist sie gerne und hat eine Leidenschaft für Sprachen. "Neben Englisch und Französisch spreche ich polnisch. Denn ich wurde zweisprachig erzogen." Ein Grund mehr, warum ihr ihre Ausbildung großen Spaß machte. "Eine Spedition ist ein internationales Umfeld. Man kommt mit vielen Nationen in Berührung." Wie geht es nun weiter? Eine Weiterbildung sei auf jeden Fall geplant. Doch momentan befindet sie sich, wie sie selbst sagt, in einer Orientierungsphase, um zu entscheiden, was sie weiter machen will. "Eventuell wäre Verkehrsfachwirt ein Ziel", überlegt Nicole Abeck.

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