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Schnitzeljagd der besonderen Art

Schnitzeljagd der besonderen Art

Sagenhafte Geschichten bilden den Rahmen für ein neues Projekt im Kreis Saarlouis. Dafür sind 13 Stationen mit Verstecken angelegt worden. Am Montag erläuterten Landrat Patrik Lauer und Mitarbeiter den Mix aus Geocaching und Suchwanderung.

"Die Flucht der Alchemisten " beginnt an der deutsch-französischen Grenze bei Berus . Ein Kreuz steht dort am Weg inmitten von Kalksteinen. Dies ist die erste Station eines neuen Projektes im Landkreis Saarlouis. Dafür haben Lisa Geimer und Kolja Koglin vom Landratsamt eine moderne Form der Schnitzeljagd angelegt: Geocaching. Mit Kompass und Karte oder auch elektronischen Hilfsmitteln werden vorbereitete Verstecke in der Landschaft gesucht. Für die erste Station lauten die Geo-Koordinaten: N 49° 16.070' E 006° 39.978'.

Hintergrund sei die 200-Jahr-Feier des Landkreises, stellte Landrat Patrik Lauer am Montagmorgen auf dem Weg zur Grenze dar. Das neue Projekt soll vor allem mithelfen, "dass die jungen, aktiven Menschen wieder ihren Landkreis entdecken". Kleine, braune Plastikboxen seien in jeder Kommune des Landkreises versteckt, erklärte Koglin. Darin befindet sich ein Zettel mit einem Code und Logbuch.

Die 13 Stationen sind in eine Geschichte eingebunden, die sich Geimer ausgedacht hat. Ein Dreivierteljahr habe es gedauert, bis alles zusammenpasste. "Sie handelt von den Wissenschaftlern Clemens du Feu und Amalia", erzählte Geimer.

Vor 200 Jahren brauten sie ein Elixier der Unsterblichkeit und nahmen es ein, um dem bösen Fürsten Maldix zu entkommen. Doch an der deutsch-französischen Grenze mussten sie sich trennen. Um wieder zusammenzufinden, folgt Clemens heute den Spuren, die Amalia im Kreis Saarlouis gelegt hat.

Outdoor-Paket als Gewinn

Durch jede Kommune führen diese, bis nach Saarlouis. "Das soll vor allem jungen Leuten die Sagenwelt unseres Landkreises näher bringen", sagte Geimer. Aus 200 Geschichten hat sie 13 ausgewählt. Koglin sorgte für die technische Umsetzung und Verstecke. Dazu passt seine Masterarbeit über Geocaching und dessen touristische Nutzung.

Die Stationen sind für Jung und Alt erreichbar, auch mittels ÖPNV. "Wer kein Geocaching macht, kann trotzdem mitmachen", erklärte Geimer. "Der beantwortet dann Fragen zur jeweiligen Station." Genug Stoff dafür bieten Geschichten der Region, wie die der Heiligen Oranna, vom Weißen Pferd in Ensdorf und dem mutigen Müller von Schwalbach. Ganz nebenbei führen die 13 Stationen durch interessante Landschaften. Es gibt kein Zeitlimit für die "Flucht der Alchemisten ". Und wer teilnimmt, kann ein "Outdoor-Paket" gewinnen. Mit Regenjacke, Wanderkarten, Block und Stiften als Grundausrüstung für Wandertouren im Landkreis.

Informationen zum sagenhaften Geocaching gibt es ab Freitag in der neuen Tourismus-Zentrale am Großen Markt in Saarlouis und online.

200jahre-kreis-saarlouis.de