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Schlitten fahren und Spaß im Schnee erlebten Menschen in Saarlouis und Überherrn

Registrierungspflichtiger Inhalt: Winter-Wunderland im Kreis Saarlouis : Jede Menge Spaß im Schnee

Lange Spaziergänge, Schlittenfahrten, Schneeball-Schlachten: Der Kreis Saarlouis war am Wochenende ein Winter-Wunderland.

Heftiger Schneefall hat den gesamten Landkreis Saarlouis am Wochenende in eine weiße Märchenlandschaft verwandelt. Es gab so viel Schnee wie seit Jahren nicht mehr. Und dazwischen sorgten Temperaturen bis minus zwölf Grad für eisige Rahmenbedingungen. Viele Menschen zog es nach draußen, um das winterliche Wetter zu genießen. Wir haben uns bei Spaziergängern, Schlittenfahrern und Familien umgehört.

Eine Schneeballschlacht am zugefrorenen Saaraltarm an der Vaubaninsel in Saarlouis lieferte sich am Samstagnachmittag Janine Quack mit ihrem Sohn Finn Seimetz. „Wir haben riesigen Spaß mit dem Schnee“, erzählt Quack. „So oft haben wir ja keinen richtigen Winter im Saarland.“ Auch Sohn Finn findet den Winter schön und freute sich natürlich über jeden Treffer bei der Schneeball-Schlacht. „Der zugefrorene Saaraltarm begeistert uns ebenso“, sagt Quack. Doch die Eisfläche zu betreten, wäre lebensgefährlich, weiß Finn.

Von der zugefrorenen Saar sind auch Edeltraut Karl und Marie Luise Foß begeistert. Sie spazieren jeden Tag an der Vaubaninsel. „Das sind rund sechs Kilometer“, erklären die beiden rüstigen Damen. „Im Moment sehen wir jeden Tag, wie das Eis ein Stückchen weiterwächst.“

Bernadette Gansen ist am Samstag mir ihrer Enkeltochter Fiona Mallinger ans Europadenkmal nach Berus gekommen. Hier rutscht die Neunjährige mit viel Spaß auf einem alten Schlitten den Hang hinunter. „Wir waren gestern bereits hier“ erzählt Gansen. „Da lief der Schlitten noch nicht so gut. Mein Mann hat deshalb die Kufen noch einmal abgeschliffen. Junge Menschen wissen oftmals gar nicht mehr, wie man einen solchen Schlitten gangbar macht“, erzählt die Buchautorin mit einem Lächeln.

Das Winterwetter genossen auch Jil Mathis und Julia Kronser. Auf ihren Pferden Gy und Argo galoppierten sie über die zugeschneiten Felder bei Berus. „Man fühlt sich wie im Film Aschenbrödel“, erzählte Mathis glücklich. „Wir sind bis zum Denkmal geritten und jetzt wieder auf dem Weg zurück zum Stall“, ergänzte Kronser. Den einstündigen Ausritt genossen offensichtlich auch die beiden Pferde.

Am Saarpolygon in Ensdorf flogen in der Dämmerung sogar noch zwei Gleitschirmflieger. Ihnen schien die Kälte nichts auszumachen. Und sie hatten sicherlich einen fantastischen Blick über das winterliche Land.

Doch nicht nur die Menschen waren unterwegs. Die Spuren im Schnee machen es deutlich. Vielerorts wagten sich Rehe und Wildschweine bis in die Ortschaften. So kämpften sich in Wadgassen gleich sechs Rehe im Spurker Wäldchen im tiefen Schnee bis zu den Gärten der ersten Häuser vor. Am Ufer des Wadgasser Cristallerie-Weiher waren die Fährten hungriger Schwarzkittel zu finden, während sich auf dem See Blesshühner, Wildenten und Nilgänse um die wenigen verbliebenen Wasserlöcher stritten.

Ein Paradies für Fährtensucher ist derzeit auch der Gau. Vom Lisdorfer Berg über Berus, Ittersdorf und Düren bis hin nach Lothringen und hoch in den Landkreis Merzig-Wadern kann man bei ausgedehnten Spaziergängen die Einsamkeit und Ruhe, aber auch die Attraktivität der Landschaft genießen und dabei vielerlei Wildtiere beobachten.

Janine Quack und ihr Sohn Finn Seimetz haben am Samstag am Saaraltarm in Saarlouis viel Spass bei einer Schneeballschlacht. Foto: BeckerBredel
Winterwanderung: Die Beruser  Tafeltour lockte etliche Wanderer und Spaziergänger an, wobei  die Corona-Schutzbestimmungen leicht eingehalten werden konnten. Foto: Ruppenthal
 Viele zog es am Samstag an den Saaraltarm – zu einem Spaziergang oder zum Joggen. Foto: BeckerBredel
Ein Küsschen am Morgen: Dieser Rehbock und die Geiß sind im Spurker Wäldchen  von Wadgassen unterwegs. Für die  Tierwelt ist der Winterbruch kein Grund zur Freude, sondern mit Eis und Schnee sowie Frost und Kälte eine Zeit der Not. Foto: Ruppenthal

In dieser Woche wird der Winter wohl eine Pause einlegen. Ab Mittwoch sollen die Temperaturen deutlich steigen.