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Neuer Anlauf für den Bau eines Solarparks in Überherrn

Neuer Anlauf für den Bau eines Solarparks in Überherrn

Überherrn. Der Gemeinderat Überherrn stellte in seiner Sitzung die Weichen für einen möglichen Solarpark Nähe des Linslerhofes. Mit der Änderung des Flächennutzungsplanes und dem Beschluss über die Aufstellung eines Bebauungsplanes schaffte der Rat zunächst die bau- und planungsrechtlichen Voraussetzungen. Nun sollen die Bürger in den Planungsprozess mit eingebunden werden

Überherrn. Der Gemeinderat Überherrn stellte in seiner Sitzung die Weichen für einen möglichen Solarpark Nähe des Linslerhofes. Mit der Änderung des Flächennutzungsplanes und dem Beschluss über die Aufstellung eines Bebauungsplanes schaffte der Rat zunächst die bau- und planungsrechtlichen Voraussetzungen. Nun sollen die Bürger in den Planungsprozess mit eingebunden werden.Nachdem im vergangenen Jahr das Vorhaben der Kommunalen Dienste Überherrn (KDÜ) Nähe des Wohngebietes "Im Langfeld" eine Großflächen-Photovoltaik-Anlage zu errichten nach Bürgerprotesten scheiterte, bekam die Gemeindeverwaltung vom Rat den Auftrag, nach alternativen Flächen zu suchen.

Der Ortsrat sprach sich bereits für die Fläche zwischen der B269neu und der Differter Straße (L168) entlang der Bahnlinie aus. Auf einer Gesamtfläche von 38 Hektar soll eine 20 Hektar große Photovoltaik-Anlage entstehen. Einstimmig beschloss der Rat nun die Änderung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung des Bebauungsplanes.

Gegen die Stimmen der SPD entschied der Rat die Grundsteuer für land- und forstwirtschaftliche Betriebe von 265 auf 285, für die übrigen Grundstücke (Grundsteuer B) von 295 auf 315 anzuheben. Die Gewerbesteuer bleibt mit 430 gleich. Angehoben wird auch die Hundesteuer und zwar von 50 auf 65 Euro für den ersten Hund, für den zweiten Hund von 100 auf 120 Euro und für den dritten Hund von 120 auf 180 Euro. Die Gemeindeverwaltung verspricht sich davon Mehreinnahmen von rund 11 000 Euro jährlich.

Jetzt soll in Überherrn entlang der Bahnlinie ein 20-Hektar-Solarpark entstehen. Foto: dpa

SPD-Fraktionschef Guido Guldner warnte davor, durch mehr Steuereinnahmen den Bürger zu belasten. Nicht nur auf die Einnahmeseite müsse geachtet werden, sondern auch auf darauf, wo bei Ausgaben gespart werden könne. Bürgermeister Bernd Gillo erklärte, dass im nächsten Jahre jede Position der Buchhaltung auf den Prüfstand komme. "Wir werden keine neuen Fässer aufmachen", sagte er. hth