Malen vor malerischer Kulisse

Berus. "Künstler sind Poeten ohne Worte, sie sind Träumer, eitel und große Kinder" so begann die Lesung von Gisela Stoll-Bell im Torhaus Scharfeneck im Rahmen des 3. Petit Montmartre in Berus. Mit dem Flair eines Petit Montmartre im historischen Ortskern von Berus

Berus. "Künstler sind Poeten ohne Worte, sie sind Träumer, eitel und große Kinder" so begann die Lesung von Gisela Stoll-Bell im Torhaus Scharfeneck im Rahmen des 3. Petit Montmartre in Berus. Mit dem Flair eines Petit Montmartre im historischen Ortskern von Berus. Französische Gerichte und Musik aus dem Schifferklavier von Denis Guldner, umrahmten den Künstlertreff rund um das Tor Scharfeneck.

Kulturamt Überherrn, Künstlergruppe Überherrn und der Ortsinteressenverein Beruser Vereine tragen den Montmartre. In diesem Jahr ist er Teil des ersten Überherrner Kultursommers. Rund 60 Angebote und Veranstaltungen ergeben ein Sommer-Paket, das laut den Veranstaltern, Gemeinde und Künstlergruppe, das größte dieser Art im Saarland ist.

Zahlreiche Künstler reihten sich am Wochenende nebeneinander vom Tor Scharfeneck, am alten Schloss vorbei bis an die Kirche und zeigten ihre Kunst oder auch wie sie entsteht. So konnten Besucher zum Beispiel von Cortina Petri erfahren, wie mit einem Bügeleisen und bunter Wachsfarbe Kunst auf Holz, Papier oder Pappe entsteht.

Eigentlich sollte die Veranstaltung über zwei Tage gehen, doch der Samstag war tagsüber von sehr schlechtem Wetter heimgesucht worden, so dass sich die Aussteller zurückziehen mussten. Den Abend aber rettete Musik von der Gruppe Joculatores um Leo Schorr und seinen Freunden.

Wolfgang Paul zeigte, wie vielfältig die Kunst in Berus vertreten sein würde. Eine Fliege in überdimensionaler Größe, Musikgruppen in Stahl geformt und verschweißt waren seine Arbeiten. Hingegen zeigten Michael Petry aus Berus surrealistische in Öl geprägte Bilder und Arthur Cavelius Bleistiftzeichnungen mit Porträts berühmter Musiker und Filmschauspieler.

Aus dem gesamten Saarland, Frankreich und Luxemburg waren die Künstler angereist um den Flair, die Leute und Künstlerkollegen zu treffen, um sich auszutauschen und weitere Events mitzugestalten, erklärte der Vorsitzende der Künstlergruppe Bisttal, Edgar Neumann.