Konrad Adenauers Enkel unter den Festgästen

Konrad Adenauers Enkel unter den Festgästen

Der Europa-Denkmal-Verein feiert mit 150 Gästen in Berus Jubiläum. „Europa braucht Symbole“, sagt Vereins-Präsident Kurt Schoenen.

Sozusagen unter einem europäischen Dach fand die Geburtstagsfeier des "Europa-Denkmal-Verein" statt. Denn die 1954 erbaute einmalige Architektur des Europasenders war das Projekt eines Unternehmens aus Monaco, und es deckte den französischen Raum bis Algerien mit Sendungen über Langwelle ab.

Zu den schätzungsweise 150 geladenen Gästen aus Politik, Vereinen und Wirtschaft gehörte auch Konrad Adenauer, der Enkel des ersten Bundeskanzlers. Dieser ließ es sich nicht nehmen, abschließend noch das Denkmal zu besuchen, an dem sein Großvater 1966 den ersten Spatenstich ausgeführt hatte.

"Ich kenne es von Fotos", sagte Adenauer auf der Plattform des Denkmals und in Begleitung von Kurt Schoenen und Helmut Bulle junior. "Aber diese Aussicht war mir nicht bekannt." Er bedauerte, dass der Blick nach Frankreich durch hohe Bäume eingeschränkt ist, denn "eigentlich ist es ja ein Aussichtsturm". Zu dem kurzen Abstecher gehörte auch ein Besuch der benachbarten Oranna-Kapelle.

Gut drei Stunden dauerte die Jubiläumsfeier des "Europa-Denkmal-Verein". "Europa braucht Symbole", sagte Vereins-Präsident Kurt Schoenen. Und erinnerte unter anderen an den Kniefall Willi Brandts in Warschau und den Händedruck Helmut Kohls mit François Mitterrand an den Gräbern von Verdun. Ebenso Symbol sei das Denkmal der großen Europäer, das Robert Schuman gewidmet ist, Konrad Adenauer und Alcide de Gasperi. In seinem Zeichen wachsen Freundschaften zwischen Deutschen, Franzosen und Italienern.

Beispielhaft dafür war die Gästeliste mit der Schirmherrin und Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, Pasquale Marino, der aus dem Saarland stammende Stellvertreter des italienischen Generalkonsuls, dem Honorarkonsul Frankreichs, Michel Bouchon, sowie Bürgermeistern, Beigeordneten, Ortsvorstehern und Vereinsmitgliedern von beiderseits der Grenze.

Einen Ausflug zum Europadenkmal in Berus machte Konrad Adenauer, Enkel des früheren Bundeskanzlers (Mitte), mit Helmut Bulle junior (links) und Kurt Schoenen.
Konrad Adenauer (links) lässt sich von Helmut Bulle junior, Sohn des Erbauer des Europadenkmals, das Denkmal der großen Europäer erklären.
Ein Bild des Europadenkmals als Geschenk bekam Konrad Adenauer, Enkel des früheren Bundeskanzlers (Mitte). Überreicht wurde es von Kurt Schoenen, Bernd Gillo, Gilbert Weber und Helmut Bulle junior (von links).

"Die Realitäten in Europa zeigen, dass Europa keine Selbstverständlichkeit ist", sagte Schirmherrin Kramp-Karrenbauer. Für den Fortbestand brauche es auch "eine aktive deutsche Politik".