Kita Kinderland 4 in Überherrn ist eröffnet

Kinderbetreuung : Kita Kinderland 4 in Überherrn ist eröffnet

13 Kinder sind derzeit in dem 650 000 Euro teuren provisorischen Neubau untergebracht. Es sollen aber bald 50 Kinder in zwei Gruppen sein.

Die Kita Kinderland in Überherrn ist zwar bereits seit dem 12. August das zweite Zuhause von derzeit 13 Kindern, offiziell eröffnet wurde sie allerdings mit einem Tag der offenen Tür am Freitag. „Ich bin begeistert von der neuen Kita, sie ist einfach spitze“, sagte Selina Hilgert aus Überherrn, deren dreijährige Tochter Emilia seit kurzem die Kita besucht. „Meine Tochter ist abends kaum noch nach Hause zu kriegen, sie will immer noch länger bleiben.“

Die provisorische Einrichtung, die seit dem Startschuss Ende März in nur vier Monaten quasi aus dem Boden gestampft worden ist, bietet Platz für insgesamt 50 Kinder, aufgeteilt in zwei Gruppen, erklärte der Geschäftsführer der Kinderland GmbH, Ralf Weber.

Das Gebäude, das in Containerbauweise errichtet wurde, biete zudem jeden Komfort und müsse sich vor keinem anderen Kindergarten verstecken. Aufgeteilt ist das sehr helle und lichtdurchflutete Gebäude in zwei Gruppenräume à 52 Quadratmeter, einen Förderraum, eine Küche mit Bistro, eine Toilettenanlage, einen Personalraum, einen Büroraum und einen Abstellraum: „Außerdem haben wir im Außenbereich noch einen großzügigen Spielplatz für die Kinder“, sagte Kita-Leiterin Esther Woll.

Da sich der öffentliche Spielplatz auch direkt an das Gelände anschließt, steht den Kindern eine Seilbahn, ein Sandkasten, ein Kletterturm, Schaukeln und vieles mehr zur Verfügung: Auch auf eine kindgerechte Verpflegung lege man bei Kinderland großen Wert, sagte Woll: „Wir haben ein reichhaltiges Frühstück mit Obst, Müsli, Brot, Käse, Marmelade, Wurst, die Kinder dürfen natürlich auch Extrawünsche äußern.“ Nur das Mittagessen werde geliefert, da die Anforderungen an eine Küche sehr hoch

Dass derzeit lediglich 13 Kinder in der Einrichtung sind, ist gewollt, das richte sich nach der Philosophie von Kinderland, die Anzahl nach und nach zu erhöhen, um die Kinder langsam einzugewöhnen, erklärt die Leiterin: So richte sich die Einrichtung nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell, wonach am Anfang die Eltern immer noch mit zur Kita kommen, dann nach und nach die Kinder längere Zeit alleine lassen und sie Stück für Stück an eine Betreuerin, die die Kinder die ganze Zeit über begleitet, heranführt: „Uns ist ganz wichtig, dass die Eltern auch einen konkreten Ansprechpartner haben, mit dem sie über alles reden können.“

Ebenfalls wichtig sei ihr auch zu betonen, dass die Kita täglich von 7 bis 17 Uhr geöffnet sei und das sogar in den Ferien.

In der Kita gebe es zudem alles, was das Kinderherz höher schlagen lasse. Von einem Bau- und Rollenspielzimmer, in dem die Kinder schon eine Burg aus Karton gebaut haben, über eine kleine Spielküche und einen Tante-Emma-Laden bis hin zu Puzzlen, Büchern und einer Mal- und Bastelecke bleiben keine Wünsche offen.

Auch Landrat Patrik Lauer und Bürgermeister Bernd Gillo, als gemeinsame Träger der Einrichtung waren beim Tag der offenen Tür dabei und zeigten sich begeistert, wie reibungslos die Verwirklichung des Projekts funktioniert habe. Die Kitas Kinderland 1 bis 3 sind Standorte am Campus Nobel in Saarwellingen. Sie sollen besonders Kinder von Pendlern aufnehmen.

  Gillo bedankte sich bei Lauer, dass der Landkreis das 650 000 Euro teure Projekt mit 30 Prozent bezuschusse. Zudem kämen weitere 40 Prozent der Gelder vom Land: „Wir entscheiden in der kommenden Ratssitzung auch bereits über den Standort der neuen Kita, die in vier Jahren diese hier ablösen soll“, betonte der Bürgermeister. Zwei Standorte in Bisten und Wohnstadt kommen dafür in Frage.

Von der neuen Kita waren sowohl die Kinder als auch die Eltern begeistert. Mattäus Kowalski aus Altforweiler freute sich, dass er sein Kind jetzt nicht mehr nach Dillingen bringen muss: „Besser könnte es gar nicht sein. Auch die Erzieher sind klasse, es ist ein tolles Team. Dachte nicht, dass es so gut wird.“ Auch sein vierjähriger Sohn Hubert ist begeistert: „Ich will gar nicht mehr nach Hause, es gefällt mir sehr gut.“ Jetzt wolle er aber keine Interviews geben, sondern weiter basteln und malen.