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Kinderhände lassen wieder grüßen

Kinderhände lassen wieder grüßen

Berus. Als das Ergebnis einer wirklich gelungenen Zusammenarbeit von bürgerlichem Engagement und kommunaler Aktion präsentiert sich nun wieder ein Kunstwerk auf dem alten Grenzweg, einem Teil des Johannes-Kirschweng-Weges zwischen Berus (St. Oranna) und dem französischen Berviller

Berus. Als das Ergebnis einer wirklich gelungenen Zusammenarbeit von bürgerlichem Engagement und kommunaler Aktion präsentiert sich nun wieder ein Kunstwerk auf dem alten Grenzweg, einem Teil des Johannes-Kirschweng-Weges zwischen Berus (St. Oranna) und dem französischen Berviller. Viele, die diesen Weg schon mal gegangen sind, kennen jenes Kunstwerk, das die Künstlerin Anni Kenn-Fontaine in den Jahren zwischen 2001 und 2002 beiderseits der Grenzmarkierung mitten in dem Verbindungsweg einbauen ließ. Die Rede ist hier von der künstlerischen Bodengestaltung, die mit dem Namen "Vis a` vis" Abdrücke von Kinderhänden in Beton-Pflaster-Steinen zeigt. Schulkinder aus den Gemeinden Überherrn und Berviller en Moselle haben auf diesem grenzüberschreitenden Weg mit ihren Handabdrücken damit den beiderseitigen Friedenswillen gewissermaßen symbolisch verewigen wollen. "In den Kindern muss wachsen, was später groß werden will", drückte es damals der zuständige Bürgermeister von Überherrn, Thomas Burg, aus, als das Denkmal bei Berus eingeweiht wurde. Leider war dieses Kunstwerk mittlerweile stark in Mitleidenschaft gezogen. Den auf der französischen Seite liegenden Teil konnte man noch einigermaßen am Boden erkennen, aber auf der deutschen Seite war das Denkmal fast überhaupt nicht mehr wahrzunehmen, da es mit einer dicken festgetretenen und festgefahrenen Schicht aus Lehm und Sand verkrustet und überdeckt wurde. Mitarbeiter des "Vereins für kulturelle und geschichtliche Arbeit im Bisttal e.V." nahmen sich nun der Sache an und informierten Bürgermeister Thomas Burg in Überherrn. Dieser hatte sofort ein offenes Ohr für das Anliegen. Er beauftragte Mitarbeiter seines Bauhofs, das Wegedenkmal mittels Wasserkraft aus einem alten Feuerwehrfahrzeug gründlich, aber behutsam wieder zu reinigen. Demnächst sollen noch die Seitenränder des Bodendenkmals so bearbeitet werden, dass das Kunstwerk in Zukunft nicht mehr so schnell mit Sand und Lehm überlagert werden kann.