In Überherrn fehlen 50 Kindergarten-Plätze, Container für zwei Gruppen

Zwischenlösung für Kindergarten : Kita-Probleme und Lösungen im Gemeinderat Überherrn

Der Gemeinderat Überherrn hat einer Zwischenlösung für die desolate Kindergartensituation in der Gemeinde zugestimmt. Für das Kindergartenjahr 2019/2020 fehlen derzeit 48 Kita-Plätze, im Jahr 2020/2021 werden es 56 sein.

Um die Situation zu entschärfen, werden hinter der alten Altforweiler Grundschule Container aufgestellt. Dort sollen für einen Zeitraum von zwei bis vier Jahren die Kinder in zwei Gruppen betreut werden. Ein Teil des Bolzplatzes neben der Altforweiler Schule soll zu einem Spielplatz für die Kindergartenkinder umgestaltet werden.

Gleichzeitig sollen die beiden Standorte in Felsberg und Berus um jeweils eine Gruppe erweitert werden. Dieser Zwischenlösung hat der Gemeinderat einstimmig zugestimmt.

Da man in Überherrn mit steigendem Bedarf im Kindergarten- und Krippenbereich rechnet, plant die Verwaltung einen Neubau. Entstehen soll ein sechsgruppiger Kindergarten mit zwei Kindergartengruppen, zwei Krippengruppen sowie zwei gemischten Gruppen. Der Neubau wird voraussichtlich in der Wohnstadt entstehen.

Der Rat beschloss zudem: Um ein geplantes neues Wohnhaus am Ende der Ittersdorferstraße in Berus zu ermöglichen, wird ein neuer Bebauungsplan aufgestellt werden. Auch für das laufende Haushaltsjahr will die Gemeinde Überherrn zudem Zuschüsse aus dem Kommunalen Entlastungsfonds (Kelf) beantragen. Die Voraussetzungen für einen solchen Antrag erfüllt die Gemeinde. Insgesamt wurden der Gemeinde seit 2013 rund 1,5 Millionen Euro Konsolidierungshilfen gewährt.

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