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Historische Gebäude werten Ortsbild auf

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Gründerfamilie Schütz gibt die historische Anlage in Felsberg in die Hände eines neuen Besitzers. Der bäuerliche Betrieb mit Schnapsbrennerei wird umgebaut, die Brennöfen werden restauriert und bleiben erhalten.

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 Einblicke in die historischen Gemäuer des ehemaligen Kalkwerkes am Ortseingang von Felsberg. Fotos: Hartmann Jenal
Einblicke in die historischen Gemäuer des ehemaligen Kalkwerkes am Ortseingang von Felsberg. Fotos: Hartmann Jenal

Nicht ganz abgerissen werden soll nun das ehemalige historische Kalkwerk am Ortseingang von Felsberg . Es soll in den kommenden fünf Jahren als Lager, Büro und Wohnkomplex umgebaut werden, teilt der neue Besitzer, Zdravko Visocnik aus Dillingen, mit. Für die Gründerfamilie Schütz geht damit eine sehr lange gepflegte historische Anlage an einen neuen Besitzer über. Helmut Schütz, der seit Jahren die Anlage nach dem Tod seines Vaters Nikolaus Schütz, der noch selbst Mitarbeiter im Kalkwerk war, unterhält, erklärte: "1855 begann damals auch ein Nikolaus mit seinem Bruder Peter Schütz, die Kalkwerkanlage aufzubauen. 1898 kam der Ringofen dazu und 1910 der Schachtofen. Der Kalkstein wurde gebrannt, gebrochen und gemahlen und diente als Bau- beziehungsweise Düngemittel. Im Jahr 1946 war dann das Ende des Kalkwerkes in Felsberg ."

Nikolaus Schütz nutzte die Anlage für seinen bäuerlichen Betrieb, den er nach dem Ende des Kalkwerkes aufbaute. Hinzu kam eine Schnapsbrennerei, wobei das Gebäude der Schnapsbrennerei ebenfalls erhalten werden soll.

"Beide Öfen sind von der Bausubstanz noch sehr gut erhalten, erklärte Schütz weiter. "Für mich ist es allerdings nicht verständlich, dass das Denkmalamt die beiden historischen Gebäude nicht unter Denkmalschutz stellte. Für den Verkauf der Anlage war dies natürlich von Vorteil. Aber jetzt kann der neue Besitzer damit machen, was er will."

Der neue Besitzer Zdravko Visocnik aus Dillingen gab an, dass die beiden Öfen restauriert werden sollen und sich ideal als Weinkeller anbieten würden. "Einige Gebäude müssen wir wegen Einsturzgefahr teilweise abreißen und neu aufbauen. Ins alte Wohnhaus kommen Büros und Wohnungen", erklärte Zdravko Visocnik weiter.

Ortsvorsteherin Agnes Klein freut sich, dass mit dem Erhalt der Anlage in seiner Bausubstanz auch ein Stück Felsberg erhalten bleibt. "Für unseren Ortseingang gibt es kaum ein schöneres Bild als die historischen Gebäude der beiden ehemaligen Brennöfen."