Großes Fest in der Wohnstadt Süd

Wohnstadt · Das Projekt „Wohnstadt Süd“ in Überherrn beendet die saarländische Landesentwicklungsgesellschaft, LEG Saar, am Sonntag mit einem Fest für die Anwohner. Erschlossen wurden dort rund 100 Baugrundstücke auf einer Fläche von circa 98 000 Quadratmetern.

 Blick in die Straßen des Neubaugebietes „Wohnstadt Süd“ in Überherrn. Foto: Johannes A. Bodwing

Blick in die Straßen des Neubaugebietes „Wohnstadt Süd“ in Überherrn. Foto: Johannes A. Bodwing

Foto: Johannes A. Bodwing

Seit 1963 wächst im Süden von Überherrn ein eigener Gemeindeteil. In drei Bauabschnitten entstand bis in die 1980er Jahre hinein eine charakteristische Struktur. Dazu gehören die vielfach aneinander gebauten Backsteinhäuser und von den Gebäuden abgesetzte Garagenreihen.

Knapp zwei Quadratkilometer und rund 2200 Menschen umfasst dieses Wohnviertel. Seit 1979 ist es ein Ortsteil der Gemeinde Überherrn. Eine eigene Stadt sollte das einmal werden für Bergleute, Spätheimkehrer und Rücksiedler, stellte die für Planung und Bau zuständige Landesentwicklungsgesellschaft, LEG Saar, dar. "Die B 269 neu war damals schon im Plan eingezeichnet", sagte Ingenieur Jan Preusser.

Wäre das ursprüngliche Vorhaben umgesetzt worden, wäre die Wohnstadt heute etwa drei mal so groß. Gut und gerne 20 000 Menschen lebten dort, mit eigenem Krankenhaus, eigener Kirche und Schulzentrum. Doch die Nachfrage schwächelte schon im ersten Bauabschnitt, vor allem wegen der rückläufigen Entwicklung im Bergbau.

Die "Wohnstadt Süd" wurde ab 2004 erschlossen, in Abstimmung mit der Gemeinde Überherrn. Die aktuelle Erweiterung der Wohnstadt hat 106 Baugrundstücke auf insgesamt 9,8 Hektar. Davon sind 6,3 Hektar Bauplätze, der Rest ökologischer Ausgleich, wie beispielsweise ein Grünstreifen am Südrand.

Jedes Grundstück ist rund 600 Quadratmeter groß, zu Beginn der Wohnstadt waren es 250 Quadratmeter. Die heutige Bebauung ist aufgelockert und ohne die strenge Reihung der Häuser . Von der L'Hôpitaler Straße aus führt die Comeniusstraße als Hauptstraße in die neue südwestliche Ecke der Wohnstadt . Nebenstraßen zweigen ab, an denen weiterhin Häuser entstehen. Die letzten vier verkauften Grundstücke seien in diesem Jahr beurkundet worden, sagte Heinz-Peter Klein, Chefentwickler der LEG. "Die Umgehungsstraße hat da noch mal einen Schub gegeben und Gewerbegebiete wie der Lisdorfer Berg."

Vor diesem Hintergrund erfolge auch die aktuelle Planung für den Abschnitt "Kollwitzwiese", sagt Heinz-Peter Klein. Das ist eine 2,55 Hektar große Fläche am Westrand der Wohnstadt zwischen Warndtstraße und Kollwitzweg. Dorthin komme eine Hauptstraße mit drei Stichstraßen. Die Anzahl der Grundstücke stehe noch nicht fest, Baubeginn könne zum Frühjahrsanfang 2016 sein. Die Bauzeit wird auf ein knappes Jahr geschätzt.

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Auf einen BlickDas Fest für die Anwohner der "Wohnstadt Süd" ist am Sonntag, 13. September, 10.30 bis 19 Uhr auf dem Montessori-Platz. Offizielle Eröffnung ist um 10.30 Uhr durch die Geschäftsführerin der LEG Saar, Rita Gindorf-Wagner. Ab 11 Uhr spielen die Überherrner Musikanten, um 13 Uhr ist eine Zauberschule für Kinder, um 15 Uhr Schulkonzert und Zirkus AG, von 17 bis 19 Uhr singt der Shanty Chor Blaue Jungs. Ganztägig laufen Aktionen für Kinder. Für Kaffee und Kuchen sowie Gegrilltes und Getränke ist gesorgt. az

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