Grenzlandlauf in Überherrn fällt aus

Grenzlandlauf : Verflixte 13: Grenzlandlauf fällt wieder aus

Der Freitag als erster Tag des Überherrner Grenzlandfestes wäre ein guter Termin für den Grenzlandlauf, meinte dessen Ausrichter, die LG Berus. Dazu kam es nicht, der Lauf entfällt wie schon im Vorjahr.

Die Leichtathletik-Gemeinschaft (LG) Berus hat es am Montag mitgeteilt: „Der für kommenden Freitag vorgesehene Grenzlandlauf der LG Berus findet nicht statt.“ Joachim Rousselange, Orga-Leiter der Beruser Leichtathleten fügte seiner Meldung hinzu, dass die Ausrichter des Grenzlandfestes, in dessen Rahmen der Lauf am 14. Juli ausgetragen werden sollte, einer Verlegung nicht zugestimmt hätten.

Zwölf Mal waren die Läufer bis 10 Uhr am Sonntagmorgen auf die Zehn-Kilometer-Strecke gegangen. Später darf nach den Vorgaben des Deutschen Leichtathletik-Verbandes der Startschuss für das Hauptfeld nicht fallen, erklärt Rousselange. Am Morgen nach dem Festsamstag ist das für die Beruser nicht optimal. Die freiwilligen Helfer der LG wollten gerne von diesem Termin wechseln. Deshalb die Idee mit dem Freitagabend. Allerdings ist auch da die Startzeit vorgegeben: Vor 18 Uhr kann es nicht losgehen.

Um die 300, 350 Läufer waren über die Jahre jeweils dabei, berichtet Rousselange. In der Spitze auch mal 600, als der Lauf eine Landesmeisterschaft war. Die Organisation wird für deren Leiter aber immer schwieriger. Voriges Jahr musste er dann passen: Die für 2016 geplante 13. Auflage wurde „aus organisatorischen Gründen“ abgesagt. Und jetzt wird es wieder nichts. Unglücklich. „Vielleicht sollten wir die Nummer 13, die so viel Pech bringt, überspringen“, flüchtet sich der Mann von der LG Berus in Galgenhumor.

Aus seiner Sicht ist das Vorhaben nur am Festveranstalter, der Aktionsgemeinschaft Überherrner Vereine (AÜV), gescheitert. Sowohl die Zuständigen der Gemeinde, „die immer sehr froh mit unserem Lauf waren“, als auch der Sponsor „Heim und Feit“ aus Saarlouis wären für die Verlegung auf Freitagabend gewesen. Rousselange: „Wir hoffen nun auf das nächste Jahr und darauf, dass die Organisatoren des Grenzlandfestes sich dann umstimmen lassen.“

Die AÜV ist seit Jahr und Tag Veranstalter des Grenzlandfests. Es ist – immer am dritten Wochenende im Juli – das größte Volksfest der Gemeinde und lockt viele Besucher auch aus Frankreich an. Nicht selten passt der Termin ja auch mit dem Nationalfeiertag unserer Nachbarn, dem 14. Juli, zusammen. Der Lauf zieht durchaus französische Sportler an, die hier kein Startgeld bezahlen müssen.

So ganz mag Überherrns Ortsvorsteher Arno Zenner die Version von Rousselange nicht bestätigen, dass die Leute von der AÜV einfach nur zu stur gewesen seien, um der LG Berus entgegen zu kommen. Schön findet er es auch nicht, wie das gelaufen ist. „Wir sind irgendwie zeitlich in die Bredouille gekommen“, sagt er. Erst nach der Fastnacht habe die AÜV einen neuen Vorstand gewählt, der sich dann erst konstituieren musste, und dann sei die Zeit bis zum Fest gleichsam davongelaufen.

„Passt nicht so gut“, bewertet Zenner den Freitagabend für den Lauf. Weil der Start um 18 Uhr mit der Festeröffnung zusammenfällt. Die dauere etwa ein halbe Stunde, und dann solle schließlich das Programm mit Musik starten. Das Fest später beginnen zu lassen, sei daher keine Option. Trotzdem „hätte die AÜV das mit Freitag irgendwie hinbekommen“, versichert Zenner. Aber da habe die LG schon abgesagt.

Eine Lösung für 2018 „wird sich schon finden lassen“, ist der Ortsvorsteher optimistisch. Er bringt den Samstag als Tag für den Lauf ins Spiel. Rousellange sah diese Alternative nicht. Zum Reden haben sie jetzt Zeit bis 2018. Vielleicht fangen sie damit bei einem Bierchen auf dem Grenzlandfest 2017 an.

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