1. Saarland
  2. Saarlouis
  3. Überherrn

Gemeinderat beschließt Haushalt 2020 für Überherrn

Kurzzeitig mehr Personal : Überherrn geht ambitioniert ins Haushaltsjahr 2020

Der Gemeinderat hat den Haushalt 2020 für Überherrn beschlossen. Es wird kräftig investiert in der Grenzgemeinde mit rund 11 500 Einwohnern.

Mit einem Gesamtvolumen von 27,8 Millionen Euro für das Jahr 2020 stellt die Gemeinde mit ihrem Haushaltsplan die Weichen für nächsten Jahre.

Es gibt eine Vielzahl von Investitionen in die Infrastruktur, zum Beispiel: Neubau einer KiTa, Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Altforweiler mit Veranstaltungssaal und

Neubau des Feuerwehrgerätehauses für den Löschbezirk Süd. Hinzu kommen Bauleitplanungen für die Erschließung weiterer Gewerbe- und Wohnflächen.

Anne Yliniva-Hoffmann (SPD) ist Bürgermeiisterin von Überherrn. Foto: Michael Büch

  Mit dem aktuellen Stellenplan, der eine Aufstockung des Bauamtes um eine Technikerstelle und eine Architektenstelle vorsieht, soll die personelle Ausstattung zur Sicherung der Maßnahmenumsetzung geschaffen werden, wie die Gemeinde mitteilte.

„Die Gemeinde Überherrn möchte damit die Vielzahl von Projekten, die nahezu gleichzeitig starten, erfolgreich zum Abschluss führen und nach Beendigung der Maßnahmen Personal durch Verrentung wieder abbauen.Der Personalaufbau erfolgt somit nur übergangsweise.“

Neben den Großprojekten sieht der Haushalt auch Investitionen und  Unterhaltungsmaßnahmen für die gemeindlichen Einrichtungen, Straßen und Wege vor: So etwa die Ausstattung der Grundschulen mit Smartboards (Umsetzung des Digitalpakts), die Anschaffung mitwachsender Schulmöbel sowie die stufenweise Umsetzung von Brandschutzmaßnahmen, Sonnenschutz- und Schallschutzmaßnahmen in bestehenden Kindertageseinrichtungen, die Erweiterung der Straßenbeleuchtung in mehreren Ortsteilen sowie der Umbau von Bushaltestellen zur barrierefreien Nutzung.

Im Gemeinderat Überherrn arbeitet die SPD als stärkste Fraktion mit den Grünen zusammen. Den Haushalt 2020 nahm der Rat einstimmig an.

Kämmerer Bernd Gebe unterstrich, wie sich die gemeindlichen Finanzen durch die Folgen von Corona entwickeln, lasse sich derzeit nicht beziffern. Bei der Gemeindeverwaltung seien bereits Anträge auf Stundung und Herabsetzung der Gewerbesteuer eingegangen.