Geehrte trotzen dem Trend

Altforweiler. Ehrennadeln, Urkunden und Ehrenteller lagen bereit im DRK-Raum in der ehemaligen Oranna-Schule von Altforweiler. Die waren bestimmt für Blutspender in der Gemeinde Überherrn. Denn was die gemacht hätten, könne für jeden lebenswichtig werden, sagte Raimund Zillgen, erster Vorsitzender des DRK-Berus und zuständig für die Blutspende in der Gemeinde Überherrn

Altforweiler. Ehrennadeln, Urkunden und Ehrenteller lagen bereit im DRK-Raum in der ehemaligen Oranna-Schule von Altforweiler. Die waren bestimmt für Blutspender in der Gemeinde Überherrn. Denn was die gemacht hätten, könne für jeden lebenswichtig werden, sagte Raimund Zillgen, erster Vorsitzender des DRK-Berus und zuständig für die Blutspende in der Gemeinde Überherrn.

Spenderzahl zu niedrig

Etwa 80 Prozent aller Menschen seien irgendwann in ihrem Leben auf eine Blutspende angewiesen, betonte Christoph Ernwein vom Blutspendedienst. Aber immer wieder stehe das Gesundheitssystem vor einem Blutnotstand. Die Zahl der Spender liege oftmals unter dem Bedarf. Dabei könne eine einzige Spende bis zu drei Menschen retten. Die Leistung der Spender wussten Altforweilers Ortsvorsteher Gerhard Hewer und Bürgermeister Bernd Gillo zu würdigen. Sie sind selbst langjährige Blutspender. Gillo versicherte dem Roten Kreuz der Gemeinde Überherrn mit dafür zu sorgen, "dass Ihr immer einen Ort habt". Dazu gehöre auch die Laurentiusschule von Überherrn, wo regelmäßig die Blutspendetermine stattfinden. Dort fänden sich seit 42 Jahren Spender ein, sagte Zillgen. Von März 1970 bis heute waren es 143 Termine mit rund 16 000 Blutspenden. Dafür seien jeweils zwölf bis 15 DRK-Helfer im Einsatz.

41 Personen geehrt

Umrahmt von Bürgermeister Bernd Gillo (rechts), dem zuständigen DRKler der Überherrner Blutspenden, Raimund Zillgen, (Zweiter von rechts) und Christoph Ernwein vom Blutspendedienst (links) sind die höchsten Mehrfach-Spender: Gerhard Blau mit 120 Spenden (vorne links) und Karl Heinz Mirold mit 125 (vorne rechts); 75 Blutspenden haben Michael Ersch (hinten links), Volker Kaas (hinten Mitte) und Bernd Johannes (hinten rechts). Foto: Johannes A. Bodwing

Jährlich finde die Ehrung von Mehrfachspendern statt. Diesmal waren es insgesamt 41 Personen. Wer verhindert war, erhält die Ehrung zugeschickt oder bei einem der nächsten Blutspendetermine überreicht. 19 Personen wurden für zehnmaliges Spenden geehrt, zwölf für 25, und vier kommen auf 50. Ein Spender scheidet aus gesundheitlichen Gründen mit 48 Spenden aus, ein weiterer mit stolzen 120. Vier weitere kamen bislang auf 75 Spenden, und einer wurde für 125 Spenden geehrt.