Europa-Freunde erinnern an Adenauer

Berus · Das frühere Wohnhaus und die Grabstätte von Konrad Adenauer waren Ziele der Jahresfahrt des Europa-Denkmal-Vereins. Konrad Adenauer, Enkel des ehemaligen Kanzlers, führte die Vereinsmitglieder durch das Haus seines Großvaters.

 Vor dem Adenauer-Haus in Rhöndorf (von links): Werner Schug, Kurt Schoenen, Jean-Yves Ordener, Gilbert Weber, Günter Hild, Konrad Adenauer, Elfriede Klein und Helmut Bulle. Foto: Schoenen

Vor dem Adenauer-Haus in Rhöndorf (von links): Werner Schug, Kurt Schoenen, Jean-Yves Ordener, Gilbert Weber, Günter Hild, Konrad Adenauer, Elfriede Klein und Helmut Bulle. Foto: Schoenen

Foto: Schoenen

Vor genau 50 Jahren vollzog Altbundeskanzler Konrad Adenauer den ersten Spatenstich für das Europa-Denkmal in Berus . Für den Denkmal-Verein war das der Grund, seine Jahresfahrt zu Adenauers Haus und Grab in Rhöndorf zu machen.

Ein Bus voller Europa-Freunde machte sich also auf den Weg, unter ihnen Bürgermeister Gilbert Weber und Jean-Yves Ordener (beide L'Hôpital), Ortsvorsteher Günter Hild (Wohnstadt) und die Europa-Medaillen-Träger Christoph Schmidt, Eugène Hoen und Engelbert Roth. Die Organisation der Fahrt lag weitgehend in den Händen von Elfriede Klein und Helmut Bulle.

Auf der Hinfahrt nach Rhöndorf bei Bonn ließ Kurt Schoenen das Leben und Wirken Adenauers Revue passieren, wobei er besonderen Wert auf den Europa-Politiker Adenauer legte. Mit den beiden französischen Staatsmännern Schuman und de Gaulle war Konrad Adenauer eine Triebfeder der Deutsch-Französischen Aussöhnung und Freundschaft als Grundpfeiler der Europäischen Union. Christoph Schmidt ließ durch das Vorlesen zahlreicher Anekdoten den "Alten" zur Freude der Reisenden buchstäblich wieder aufleben.

Bulle war es gelungen, Konrad Adenauer - einen Enkel des ehemaligen Kanzlers - für eine Begrüßung und anschließende Führung durch das Haus seines Großvaters zu gewinnen, was dem Besuch eine besondere Note verlieh.

Nach dem Besuch des Hauses gab es Dankesworte an Konrad Adenauer jr. und eine Einladung an ihn für die 50-Jahr-Feier des Denkmal-Vereins im nächsten Jahr.

Trotz der großen Hitze machten sich einige nach dem Besuch des Hauses auf den beschwerlichen Fußweg zu Adenauers Grab, um dort des großen Staatsmannes zu gedenken.

Der Europa-Denkmal-Verein hat mit seiner Fahrt nun zwei Gräber der auf dem Denkmal verewigten Staatsmänner besucht: das von Robert Schuman in Scy-Chazelles bei Metz und das von Konrad Adenauer in Rhöndorf bei Bonn. Fehlt das Grab Alcide de Gasperis - das liegt allerdings weit entfernt in Rom.

Der Verein versucht, mit seinen Fahrten Ziele mit Europa-Bezug anzusteuern. Gilbert Weber regte an, das Grab von Charles de Gaulle in Colombey-les-deux-Eglises zu besuchen. "Vielleicht lässt sich das in den nächsten Jahren verwirklichen", sagt Kurt Schoenen, Präsident des Europa-Denkmal-Vereins.