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"Die Bistener sind kontaktfreudig"

"Die Bistener sind kontaktfreudig"

Bisten ist mit 896 Einwohnern der kleinste Ortsteil der Gemeinde Überherrn. Seit 2004 ist Vinzenz Winter Ortsvorsteher. Der 65-Jährige, der 40 Jahre bei der Kreissparkasse Saarlouis gearbeitet hat, ist mit Leib und Seele Bistener. "Es ist eine schöne Wohngemeinde", sagt er, "die Bistener sind kontaktfreudig und nehmen Fremde freundlich in die Gemeinschaft auf

Bisten ist mit 896 Einwohnern der kleinste Ortsteil der Gemeinde Überherrn. Seit 2004 ist Vinzenz Winter Ortsvorsteher. Der 65-Jährige, der 40 Jahre bei der Kreissparkasse Saarlouis gearbeitet hat, ist mit Leib und Seele Bistener. "Es ist eine schöne Wohngemeinde", sagt er, "die Bistener sind kontaktfreudig und nehmen Fremde freundlich in die Gemeinschaft auf." Der Name stammt vom Flüsschen, der Bist, die in Bisten en Lorraine entspringt.Zehn Vereine gibt es im Dorf. Dachorganisation ist die Interessengemeinschaft der örtlichen Vereine. Der größte Verein ist der TuS Bisten - die Fußballer sind gerade in die Landesliga aufgestiegen. Groß geschrieben wird dort die Jugendförderung. Elf Jugendmannschaften sprechen für die gute Nachwuchsarbeit im Verein. Vinzenz Winter zählt weitere Vereine auf: Kirchenchor, Angelsportverein, Gymnastik-Sportclub, Turn- und Spielverein, Hundeausbildungszentrum Mensch und Hund e.V., Elisabethenverein, Orgelförderverein. Außerdem gibt es einen DRK-Ortsverein und den Löschbezirk Bisten der Freiwilligen Feuerwehr. Etwa 22 aktive Feuerwehrleute gibt es in Bisten, "die bei jeder Veranstaltung ihre Mitarbeit anbieten", sagt der Ortsvorsteher.

Neben den Vereinen ist in Bisten eine Bürgerwerkstatt aktiv, etwa neun Leute, die das Dorf verschönern. Zum Beispiel die Ortseingänge, den Josef-Sauder-Platz und den Kreisel am Rathaus, das auf Bistener Bann liegt.

Die Geschichte des Dorfs lässt sich bis ins zwölfte Jahrhundert zurückverfolgen. Seit dem frühen Mittelalter hat Bisten zum Herzogtum Lothringen gehört. Im Laufe der Jahrhunderte gelangte es mal unter französischen, mal unter deutschen Einfluss. Bis zur Gebiets- und Verwaltungsreform im Jahr 1974 war es Sitz des Amtsbezirks Bisten. Die Verwaltung war bis 1998 im alten Rathaus Bisten untergebracht. 1998 ist dann die gesamte Verwaltung der Gemeinde ins neue Rathaus umgezogen, das ebenfalls in der Gemarkung Bisten liegt.

Der Linslerhof, teils auf Überherrner, teils auf Bistener Seite gelegen, ist im Besitz der Familie von Boch. Vinzenz Winter erzählt: "Wendelin von Boch und seine Geschwister sind in Bisten zur Schule gegangen."

In Bisten befinden sich auch die Kommunalen Dienste Überherrn (KDÜ). Es gibt zwei Elektrofachbetriebe, zwei landwirtschaftliche Betriebe, einen Geschenkladen, ein Schmuckgeschäft und ein Blumengeschäft.

"Bisten bietet eine hohe Lebensqualität", sagt Vinzenz Winter, "im Ort stehen fast keine Wohnhäuser leer." Und das freut den Ortsvorsteher natürlich sehr. An das Dorf schließen sich Naturschutzgebiete an. Schnell sind auch die Geschäfte im nahen Überherrn erreicht.

Auf einen Blick

Das Ortsfoto aus der SZ-Aktion "Unser Ort hat viele Gesichter" gibt es im Internet zum Herunterladen unter www.sztipp.de/dorffoto, Preis: 0,99 Euro. Zu sehen ist es auch auf der Facebook-Seite: facebook.de/saarbrueckerzeitung.sls.

Abzüge vom Foto können Sie nur schriftlich bestellen: SZ, Adlerstraße 3, 66740 Saarlouis oder per E-Mail: redsls@sz-sb.de (Preis: ein Euro). red