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Bürgermeisterin: Pläne und Projekte in Überherrn im Jahr 2020

Jahresaussblick : Drei Bauprojekte in den Startlöchern

Bürgermeisterin Anne Yliniva-Hoffmann zu Plänen und Zielen für das Jahr 2020 in der Gemeinde Überherrn.

Gleich drei große Bauprojekte sollen in diesem Jahr in Überherrn umgesetzt werden. Beispielsweise der Neubau der Feuerwache Süd im Gewerbegebiet Langwies. Dort soll sich dann im Zuge der Umgestaltung des Einkaufszentrums auch ein Drogeriefachmarkt ansiedeln, der in Überherrn derzeit fehlt. Auch beim neuen Feuerwehrhaus in Altforweiler mit dem neuen Dorfgemeinschaftssaal wird es vorwärtsgehen. In den Startlöchern steht der Neubau des Kindergartens. „Der Architekturwettbewerb ist ausgeschrieben, ich denke im Mai/Juni werden wir den Zuschlag erteilen können“, zeigt sich Bürgermeisterin Anne Yliniva-Hoffmann optimistisch. „Diese Dinge werden unsere personellen und finanziellen Ressourcen für einige Zeit weitgehend binden“, sagt Yliniva-Hoffmann.

Gerade in finanzieller Hinsicht sei der Handlungsspielraum der Gemeinde nach wie vor eingeschränkt. „Die Kreisumlage wird steigen, und gleichzeitig werden die Gewerbesteuern zurückgehen“, sagt sie. Hoffnung setzt die Bürgermeisterin auf eine Altschuldenregelung des Bundes. „Wir haben uns in Berlin jedenfalls lautstark bemerkbar gemacht.“ Dennoch wird die Gemeinde weiterhin ihren Einsparbeitrag leisten. Doch es gilt: „Wir müssen unsere Einnahmen verbessern. Einerseits durch den Ausbau des Gewerbegebiets Linslerfeld, andererseits werden wir auch bestehende Unternehmen unterstützen, beispielsweise, wenn sie bei Erweiterungen Bedarf nach größeren Flächen haben.“

Im Gegenzug weiß Anne Yliniva-Hoffmann auch, dass mit Fertigstellung des Industriegebiets Linslerfeld der Bedarf an Wohnraum in der Gemeinde steigen wird. „Schon derzeit können wir der Nachfrage nicht nachkommen.“ Ein Zukunftsthema seien auch fehlende Mietwohnungen in Überherrn. „Vor allem kleinere Wohnung für ältere Menschen und jüngere Leute fehlen.“ Aber: „Wir haben noch Gebiete, die wir als Wohngebiete ausweisen können.“ Derzeit gebe es in Überherrn „einen großartigen Mix in Größe und Branchen der Unternehmen, sodass wir auch Konjunkturschwankungen gut ausgleichen können“.

In den beiden Grundschulen soll in diesem Jahr der Digitalpakt umgesetzt werden. Dabei sind zwar die Grundschulen selbst federführend, es gibt jedoch jede Unterstützung aus dem Rathaus. Handlungsbedarf bestehe auch beim Ausbau der Nachmittagsbetreuung, die allerdings mit Sicherheit in diesem Jahr nicht mehr umzusetzen sei. Dennoch: „Ab 2025 besteht ein Rechtsanspruch auf Nachmittagsbetreuung, und wir sollen frühzeitig planen, nicht, dass wir uns dann erst überlegen, ob wir bauen müssen.“

Ein „dickes Brett“, das es zu bohren gibt, ist der Lkw-Verkehr in Felsberg. Langfristig möchte Anne Yliniva-Hoffmann eine Sperrung für den Schwerlastverkehr über zwölf Tonnen erreichen. Das Problem ist: Es handelt sich um eine Bundesstraße. Man stehe jedoch mit dem Landesamt für Straßenbau in Verbindung, um dort wenigstens verkehrsberuhigende Maßnahmen einzubringen.

Positiv sieht die Bürgermeisterin aber die mögliche Weiterentwicklung der Fahrradwege in der Gemeinde. „Unsere Gespräche mit Radfahrern haben nämlich ergeben, dass wir hier mit kleinen Maßnahmen viel erreichen können. Auch das Freibad sollte auf jeden Fall erhalten bleiben, das ist mir ein wichtiges Herzensanliegen. Und auch das Freibad können wir mit kleinen Maßnahmen attraktiver machen.“

Das Europadenkmal in Berus wird in diesem Jahr 50 Jahre alt. Unser Foto zeigt das Freundschaftstreffen am Denkmal der Großen Europäer im vergangenen Jahr. Foto: Johannes A. Bodwing

In der kommenden Sitzung soll vom Gemeinderat ein Nachhaltigkeitsrat gebildet werden, der in der AG „global nachhaltige Kommune“ tätig wird. Was den Sender betreffe, so sei nach ihrer Vorstellung „Leben im Gebäude.“ „Wir werden die Erstellung eines Nutzungskonzeptes vergeben.“ Und es gibt in diesem Jahr auch etwas zu feiern in Überherrn: „Unser Europadenkmal wird 50! Am 24. Mai feiern wir den Geburtstag.“