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Gemeinderat Überherrn
Hoffnung für vom Verkehr geplagte Felsberger

Überherrn. Gemeinderat Überherrn sagt Bürgern seine Unterstützung zu. Mehrere Bauprojekte in der Gemeinde nehmen Fahrt auf. xan

Die Felsberger sind sauer. Sie haben die Gemeindeverwaltung in einer Resolution des Bündnisses CDU/Die Linke aufgefordert, die starke Verkehrsbelastung insbesondere an der B 269 alt und der B 405 zu entzerren. Insbesondere der durchfahrende Schwerlastverkehr sei eine permanente Gefahrenquelle, besonders für Kinder. Außerdem sei er eine nicht zumutbare Lärm- und Emissionsquelle.


Die Felsberger fordern insbesondere eine Sperrung der Villinger Straße für den Schwerlastverkehr. Sie wünschen sich außerdem eine Mautstelle an der B 405. Eine fehlende Mautstelle sei derzeit für viele Fernfahrer ein Anreiz, dort durchzufahren, um die Mautpflicht zu umgehen.

Weiterhin fordern sie Zebrastreifen, beziehungsweise Fußgänger-Ampeln sowie Mittelinseln im Bereich der Bushaltestellen. Außerdem sollen die Geschwindigkeitsmesser des Öfteren ihren Standplatz wechseln, weil die Radarfalle besonders den notorischen Schnellfahrern inzwischen bekannt sei und viele Autofahrer lediglich im Bereich des Messgerätes kurz abbremsen, danach aber wieder Gas geben. Der Überherrner Gemeinderat hat den Forderungen der Felsberger einstimmig seine Unterstützung zugesichert.



Vorwärts geht es mit dem Bebauungsplan „Klensch“ in Berus sowie mit dem Bebauungsplan und der Erschließung des Wohngebietes „Am Zoo“ in Überherrn. „Am Zoo“ sollen mehrere freistehende Einzel- und Doppelhäuser entstehen.

Um dem hohen Bedarf an neuen Industrie- und Gewerbeflächen nachzukommen, plant die Gemeinde jetzt das neue Gewerbe- und Industriegebiet „Linslerfeld“, und zwar als Ersatz für das ursprünglich angedachte Gewerbegebiet „Eurozone“ südlich der Wohnstadt direkt an der Grenze, das sich aus verschiedenen Gründen nicht umsetzen lässt. Das neue Gebiet „Linslerfeld“ umfasst runde 56 Hektar und liegt in direkter Nachbarschaft zu den bestehenden Gewerbegebieten „Langwies“ und „Kunzelfelder Huf“ östlich von Überherrn zwischen der B 269, der L 168 und der L 279. Die Gemeinde rechnet mit einer schnellen Umsetzung, da sie dort auch kurzfristig Grundstücke erwerben kann.