| 21:17 Uhr

Haus der Jugend
Baubaracke wird zum neuen Jugendhaus

Dahlin Munz, Lara Mathis, Anne-Kathrin Laube, Jil Frische und die Betreuerin Anne-Sophie Schosser (von links) beschftigen sich im neuen Haus der Jugend in Überherrn mit einem Brettspiel.
Dahlin Munz, Lara Mathis, Anne-Kathrin Laube, Jil Frische und die Betreuerin Anne-Sophie Schosser (von links) beschftigen sich im neuen Haus der Jugend in Überherrn mit einem Brettspiel. FOTO: Alexandra Broeren
Überherrn. Ein Containerbau in Überherrn wurde vom Bauhof in ein freundliches Zentrum für Begegnungen verwandelt.

Die Überherrner haben ihr neues „Haus der Jugend“ offiziell seiner Bestimmung übergeben. In dem Containerbau in der Differter Straße am Rande der Wohnstadt sollen zukünftig nicht nur die jungen Leute eine Anlaufstelle haben, sondern auch Eltern-Kindgruppen, interkulturelle Elterntreffs und die seit vielen Jahren bestehende Mädchengruppe. Durch Zufall wurde Bürgermeister Bernd Gillo im Jahr 2014 angeboten, die alte Baubaracke vom Bau der B 269 neu zu kaufen. Der Preis damals: 2000 Euro. Gleichzeitig hat die Gemeinde noch ein rund 100 000 Quadratmeter großes Gelände, das an die ehemalige Baubaracke angrenzt, erworben. Dort soll der Mountainbikepark Überherrn entstehen.


Im Oktober 2016 haben die Arbeiten am neuen Haus der Jugend begonnen. Das Besondere daran: Die ehemalige Baubaracke wurde komplett in Eigenleistung durch den Bauhof der Gemeinde umgebaut. Rund 870 Stunden haben Patrick Rodighero, Werner Guldener, Gerd Marini und Franz-Josef Ruland in die Renovierung investiert. Die Gemeinde hat runde 77 000 Euro investiert, die Landkreis Saarlouis hat davon 27 500 Euro zugeschossen.

Herausgekommen ist ein kleines Schmuckstück, in dem sich die rund 2813 Jugendlichen aus der Gemeinde bereits jetzt recht wohl fühlen können. Im direkten Umfeld des neuen Jugendhauses wohnen immerhin mehr als 1300 Jugendliche.

Für das erste Halbjahr 2018 haben Maria Speicher und Simone Ferner, die in Überherrn für die Jugendarbeit zuständig sind, schon einen bunten Strauß an Veranstaltungen geplant. 14-tägig findet vormittags ein interkultureller Elterntreff statt, für Kinder ab neun Jahren gibt es offene Angebote am Nachmittag. Drei Veranstaltungen zum Thema „Sicherer Umgang mit den neuen Medien“, die an die Bedürfnisse verschiedener Altersgruppen angepasst sind, werden in Zusammenarbeit mit der Landesmedienanstalt durchgeführt. Weitere Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene sind in Zusammenarbeit mit dem Landesjugendwerk der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Planung. Angedacht sind auch Mutter-Kind-Angebote und Pekip-Gruppen. Der Container hinter dem Überherrner Kulturhaus, der bislang als Jugendzentrum gedient hat, wird zukünftig der Überherrner Künstlergruppe als Raum dienen.

(xan)