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Barrierefreiheit soll möglichst umfassend sein

Barrierefreiheit soll möglichst umfassend sein

Überherrn. Ihren kommunalen Ansprechpartner finden Menschen mit Behinderungen, die Hilfe brauchen und in Überherrn wohnen, im Rathaus der Gemeinde. Dort kümmert sich Harald Holzhauser (Foto: SZ/privat), Leiter des Hauptamts, auch um die Belange behinderter Bürger. Seit vier Jahren ist der Amtsleiter der kommunale Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen

Überherrn. Ihren kommunalen Ansprechpartner finden Menschen mit Behinderungen, die Hilfe brauchen und in Überherrn wohnen, im Rathaus der Gemeinde. Dort kümmert sich Harald Holzhauser (Foto: SZ/privat), Leiter des Hauptamts, auch um die Belange behinderter Bürger.Seit vier Jahren ist der Amtsleiter der kommunale Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen. In erster Linie sei dieses Ehrenamt (für das sich außerhalb der Verwaltung kein Bewerber finden ließ) "eine vermittelnde Tätigkeit", sagt der 58-Jährige. Meist benötigten Ratsuchende eine Weiterleitung an zuständige Behörden oder eine Hilfestellung beim Ausfüllen von Anträgen. Manchmal hätten Betroffene auch Anliegen, die die Infrastruktur der Gemeinde beträfen, etwa Beschwerden über schlecht zugängliche Gebäude oder Wege: "Wenn es uns möglich ist, versuchen wir dann schnell zu helfen", sagt Holzhauser. Beispielsweise, indem Wege aufgeschüttet oder Rampen angelegt würden.

Infrastrukturelle Barrierefreiheit schaffe seine Kommune "schon seit Jahren", sagt Harald Holzhauser. In "guter Zusammenarbeit mit Ordnungsamt und Bauamt" werde bei Baumaßnahmen an behinderte Bürger gedacht. Bereits behindertengerecht seien Gehwege oder Haltestellen, das Kulturhaus und das Rathaus in Überherrn. Behindertenparkplätze seien vor dem Rathaus, in der Ortsmitte und in den Ortsteilen eingerichtet worden. Barrierefreie Freizeitangebote gebe es in lokalen Vereinen oder sozialen Einrichtungen.

Bei ihrem Wunsch, möglichst umfassend Barrierefreiheit zu schaffen, stoße die Gemeinde allerdings oft an Grenzen, so Holzhauser. Finanzielle Notlagen, rechtliche oder bauliche Vorschriften machten eine bauliche Abhilfe nicht immer möglich: "Wir wissen, dass es noch viel zu tun gibt. Aber für vieles fehlt das Geld." Zudem gebe es in Überherrn historische Gebäude (wie das Torhaus Scharfeneck), die aus Gründen des Denkmalschutzes nicht behindertengerecht umzugestalten seien. "Was nicht gleich zu lösen ist, wird vorgemerkt und gerät nicht in Vergessenheit", sagt Holzhauser.

Kontakt: Harald Holzhauser, Telefon (0 68 36) 9 09-1 15.

"Bei ihrem Wunsch, möglichst umfassend Barrierefreiheit zu schaffen, stößt die Gemeinde oft an Grenzen. Was nicht gleich zu lösen ist, wird vorgemerkt und gerät nicht in Vergessenheit."

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