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Altforweiler Nachwuchsreiterin kämpft gegen Doping

Altforweiler Nachwuchsreiterin kämpft gegen Doping

Drei saarländische Nachwuchsreiterinnen haben bei einem Seminar in Frankfurt Einblicke in das Thema Doping im Pferdesport erhalten. An oberster Stelle steht dabei der Tierschutz, wissen Linda Lies, Marie Lies und Corinna Rupp.

Wie in vielen Sportarten, gibt es auch im Pferdesport Doping - für Pferd und Reiter. Der Pferdesportverband Saar begegnet dem an der Wurzel. Er setzt bei den Nachwuchsreitern an. Mit Kader-Reiterin Corinna Rupp (RFG Gerensrech Altforweiler ), Landesjugendsprecherin Marie Lies und Jugendteammitglied Linda Lies (beide RFV Neunkirchen-City) wurden drei "Juniorbotschafterinnen Dopingprävention im Pferdesport " ausgebildet. Sie haben die Aufgabe, Nachwuchssportler gegenüber dem Thema Doping zu sensibilisieren, eine Dopingmentalität zu schaffen und Fragen zu beantworten. "Denn nur, wenn sich jeder an die Regeln hält, ist ein fairer Sport möglich. An oberster Stelle stehen der Tierschutz und die Verantwortung gegenüber dem Sportpartner Pferd", sagt die 16-jährige Linda Lies.

Die drei Nachwuchsreiterinnen sind Mitglieder im Jugendteam des Pferdesportverbands Saar, der sie zu einem Seminar der Deutschen Reiterlichen Vereinigung in Frankfurt geschickt hat. Zu diesem waren Vertreter der Pferdesportverbände aus ganz Deutschland angereist - ausschließlich Jugendliche und junge Erwachsene. Organisiert wurde das Seminar von der Deutschen Sportjugend (DSJ), der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) sowie den Bundesjugendsprecherinnen Friederike Lammert und Laura Weber. Die 18-jährige Lammert ist Saarländerin. Sie wohnt und studiert in Freiburg. Die Bundesjugendleitung konnte Referenten von der DSJ, der Nationalen Anti-Doping-Agentur sowie den Mannschaftstierarzt der FN für das Seminar gewinnen.

In Frankfurt haben die drei Botschafterinnen aus dem Saarland unter anderem Einblick erhalten in die Bereiche Dopingmentalität sowie Auswahl und Durchführung einer Dopingkontrolle bei Pferd und Reiter. Außerdem wurde Wissen vermittelt, wo man recherchieren kann, ob Wirkstoffe von Medikamenten auf der Dopingliste stehen. Auch negative Nebenwirkungen wurden aufgezeigt und beleuchtet.

Rollenspiele mit Analyse in Gruppenarbeit, Bildschirmpräsentationen, Diskussionen, Workshops und Berichte mit eigenen Erfahrungen gestalteten die zwei Seminartage. Diese waren vollbepackt mit Informationen und Anregungen, wie die Teilnehmer in ihren Bundesländern aktiv werden können, um jungen Nachwuchssportlern die erworbenen Kenntnisse näher zu bringen. "Es ist ein sehr spannendes, lehrreiches und interessantes Seminar gewesen, vor allem, da es im Pferdesport zwei Sportler, Pferd und Reiter, gibt und darauf auch gezielt eingegangen wurde", resümierten die drei Teilnehmerinnen.

Bei Fragen zu Doping können Interessierte an die E-Mailadresse psv-saar@lsvs.de schreiben.