Altbürgermeister Gillo spendet an Vereine in Überherrn

Geschenk zum Abschied : Altbürgermeister Gillo verschenkt 18 000 Euro an Vereine

Schecks zu überreichen, das sei das Schönste am Bürgermeistersein, meinte Überherrns ehemaliger Verwaltungschef Bernd Gillo. Und so hat er als letzte offizielle Amtshandlung an alle, „die immer für die Anderen da sind, 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr“, Spendenschecks verteilt.

Insgesamt 18 000 Euro sind zusammengekommen. Der Löwenanteil des Geldes stammt aus dem Anspruch an Urlaubsgeld, das Gillo zustand. Denn der hatte noch 90 Urlaubstage zur Verfügung. 35 Tage davon hat er der Gemeinde geschenkt, 65 Tage hat er sich auszahlen lassen und für die Spendenaktion verwandt. 4000 Euro stammen aus Spenden, die den Bürgermeister zur Verabschiedung erreicht haben, 2000 Euro aus Erlösen von Gemeindeflohmärkten.

Das Geld hat Gillo gerecht aufgeteilt. Jeweils 1500 Euro gingen an die vier Überherrner DRK-Ortsverbände, 3000 Euro an die First Responder Überherrn. 3000 Euro gingen an die Initative krebskranker Kinder, ebenfalls 3000 Euro an das Hospiz St.Barbara. Je 1000 Euro erhielten die „Forweiler Feuer Wiesel“ und die Überherrner „Miniwehr“, die sich beide zur Aufgabe gesetzt haben, den Überherrner und Altforweiler Nachwuchs für ein Engagement in der freiwilligen Feuerwehrt zu begeistern. Weitere 1000 Euro hat der Verein „Ehrensache“ erhalten, der reittherapeutische Angebote für behinderte Kinder macht.

Was geschieht mit dem Geld? Kein Luxus für den Verein „Ehrensache“. Vorsitzende Petra Jenal: „Wir benötigen das Geld, um unsere laufenden Kosten zu decken. Deshalb sind wir sehr froh über die Spende“.

Neues Verbrauchsmaterial kann durch die Spende von Gillo bei den „First Respondern Überherrn“ angeschafft werden. „Wir haben in diesem Jahr bereits über 100 Einsätze hinter uns“, erklärt Roxane Ruffing, Vorsitzende der First Responder. „Und da wir für unsere Einsätze kein Geld von den Krankenkassen bekommen, sind wir auf solche Spenden angewiesen, um die Kosten für das Verbrauchsmaterial zu decken.“ Außerdem haben einige der First Responder in Überherrn in diesem Jahr die Ausbildung als Rettungssanitäter abgeschlossen. „Auch das kostet Geld“, sagt Ruffing.

„Wir wissen noch nicht so genau, was wir mit dem Geld machen werden“, sagt Oberlöschmeisterin Andrea Seibel, Chefin der Kinderfeuerwehr „Forweiler Feuer Wiesel“. Sie ist jedoch selbstverständlich optimistisch, dass dem Team ohne Probleme ein sinnvoller Verwendungszweck einfallen werde. Die „Feuer Wiesel“ aus Altforweiler sind zwischen sechs und zehn Jahre alt und treffen sich alle 14 Tage Samstag vormittags im Gerätehaus der Feuerwehr.

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