| 20:55 Uhr

Oldtimertage in Überherrn
Klassisches Blech auf dem Linslerhof

Klaus Meinecke und Monika Kühner starten in ihrem AC RAM Corbra 427 Baujahr 1977. Weiter im Bild: rechts Moderator Michael Maisch, links Rainer Bastuck, Oldtimerbeauftragter des ADAC, der ADAC-Vorsitzende Norbert Klein und ADAC-Sportchef Thomas Griesam.
Klaus Meinecke und Monika Kühner starten in ihrem AC RAM Corbra 427 Baujahr 1977. Weiter im Bild: rechts Moderator Michael Maisch, links Rainer Bastuck, Oldtimerbeauftragter des ADAC, der ADAC-Vorsitzende Norbert Klein und ADAC-Sportchef Thomas Griesam. FOTO: Alexandra Broeren
Überherrn. Die Teilnehmer beim ADAC Classic Cup haben ihre automobilen Schmuckstücke präsentiert. Von Alexandra Broeren

Das Dröhnen von großvolumigen, hochgetunten Motoren und ein heute ökologisch nicht mehr korrekter Abgasgeruch weckten nostalgische Gefühle. Zum neunten Mal hatte der ADAC Saarland gemeinsam mit Oldtimerclubs zu den saarländischen Oldtimertagen rund um den Linslerhof eingeladen.


Der Wettergott hat es an beiden Veranstaltungstagen gut gemeint, und die vielen Fahrer und Oldtimerfans, die am Wochenende nach Überherrn gepilgert waren, mit spätsommerlichen Temperaturen verwöhnt. Traditionsgemäß kamen die zahlreichen Fans so auch nicht nur aus dem ganzen Saarland, sondern auch aus den benachbarten Regionen. Mehr als 50 Teilnehmer sind beim letzten Lauf zum ADAC Classic Cup 2018 auf die Piste gegangen. Vom 1973er Rolls-Royce bis zum Fiat 500, der im Jahre 1964 vom Fließband lief, waren alle erdenklichen Fahrzeugtypen auf der Strecke zu bewundern, die bis nach Homburg/Haut durch die Region Grand-Est führte und im Süden durch Lothringen und den Warndtwald. Beim Start stellte Moderator Michael Maisch jedes einzelne Fahrzeug liebevoll im Detail vor. Vor 30 oder 40 Jahren habe es als schnell gegolten, wenn ein Fahrzeug von Null auf Hundert in weniger als 20 Sekunden beschleunigt habe.

Der Mustang Mach1 von Michael Peters aus dem Jahr 1969 habe es in unter zehn Sekunden geschafft. „Das war schon was“, schwärmte Michael Maisch mit einer guten Portion Nostalgie in der Stimme und erinnerte sich beim Verabschieden eines wunderschön restaurierten BMW aus den 70er Jahren an nächtliche Ampelstarts. „Heute gelten solche Ampelstarts als illegale Autorennen“, räumte Maisch ein.



Nach dem Start, vor Beginn der Ausfahrt, hat jedes Team sein Fahrzeug im hofeigenen Rundkurs „Wendelin von Boch“ den Zuschauern von seiner besten Seite präsentiert. Für die Zuschauer gab es aber, auch nachdem die Teilnehmer am Cup gestartet waren, auf jeden Fall genug zu sehen. Denn diejenigen Fahrzeuge, die nicht am ADAC Classic Cup teilnahmen, wetteiferten auf der Hofwiese des Linslerhofs um die vorderen Plätze im „Concours d’Elegance“, einem Wettbewerb, in dem Originalität, Schönheit, Geschichte und Zustand eines Fahrzeugs in die Bewertung einfließen. Zu sehen waren dort unter anderem einige wunderschön restaurierte Vorkriegslimousinen und viele liebevoll instandgesetzte Zweiräder.

Auch für das leibliche Wohl der Oldtimerfans war auf dem Linslerhof bestens gesorgt. Und das musikalische Rahmenprogramm begeisterte Fans und Fahrer: Mit von der Partie waren unter anderen Joschi B. und Evil Bumblebee.