Wir möchten auf unserer Webseite Cookies und pseudonyme Analysetechniken auch unserer Dienstleister verwenden, um diesen Internetauftritt möglichst benutzerfreundlich zu gestalten.

Außerdem möchten wir und unsere Dienstleister damit die Besuche auf unserer Webseite auswerten (Webtracking), um unsere Webseite optimal auf Ihre Bedürfnisse anzupassen und um Ihnen auf unserer Webseite sowie auch auf Webseiten in verbundenen Werbenetzwerken möglichst interessante Angebote anzeigen zu können (Retargeting).

Wenn Sie dieses Banner anklicken bzw. bestätigen, erklären Sie sich damit jederzeit widerruflich einverstanden (Art. 6 Abs.1 a DSGVO).

Weitere Informationen, auch zu Ihrem jederzeitigen Widerrufsrecht, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

| 20:27 Uhr

Aktion
450 Meter misst die Spendenpäckchen-Reihe

Bürgermeister Bernd Gillo (v.l.) vermisst die Päckchen zusammen mit Erika Weber, Klaus-Dieter Nägele, Lucas und Markus Motsch, Alexander Gillo.
Bürgermeister Bernd Gillo (v.l.) vermisst die Päckchen zusammen mit Erika Weber, Klaus-Dieter Nägele, Lucas und Markus Motsch, Alexander Gillo. FOTO: Alexandra Broeren
V. Ein Erfolg war die 6. Überherrner Päckchen-Aktion. Dabei werden kleine Weihnachtspakete gefüllt für die, denen es nicht so gut geht. Von Alexandra Broeren

Wenn man alle Päckchen aus der Überherrner Weihnachtspäckchenaktion aneinanderreiht, ergeben sie eine Strecke von rund 450 Metern. Ausgemessen hat das der stolze Überherrner Bürgermeister Bernd Gillo. „900 Spendenpäckchen für Weihnachten, das ist ein tolles Ergebnis. Dafür gebührt allen Überherrnern die mitgemacht haben, ein dickes Dankeschön.“ Auch wenn man die Päckchen nicht einzeln auslegt, war es doch eine beachtliche Menge, die sich da im Überherrner Rathaus aufgetürmt hat. Umgerechnet hat etwa jede dritte Überherrner Familie ein Weihnachtspäckchen für diejenigen gefüllt, denen es nicht so gut geht.

Zum sechsten Mal hat die Gemeinde Überherrn jetzt diese Päckchenaktion organisiert. Mitarbeiterin Erika Weber tut dies größtenteils in ihrer Freizeit. Zunächst gehen die leeren Päckchen an die Schulen in der Gemeinde, wo sie von den Kindern im Kunstunterricht liebevoll verziert werden. Die leeren „verpackten“ Kartons können von den Überherrnern für jeweils einen Euro erworben werden und werden dann von diesen gefüllt und wieder im Rathaus abgegeben. Jedes Paket ist mit einem Aufkleber versehen. Darauf steht, für wen es geeignet ist, sei es für eine ältere Dame, ein sechsjähriges Mädchen oder ein kleineres Kind.

„Vor allem die Kinder strahlen, wenn sie ein solch liebevoll verpacktes Päckchen bekommen“, weiß Klaus-Dieter Nägele von der Caritas, die die Verteilung der Päckchen übernimmt. Denn bei der Caritas kennt man die bedürftigen Menschen. Dies seien vor allem ältere Menschen, ALG-2-Empfänger und -Empfängerinnen, Ein-Euro-Jobberinnen, Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen und Alleinerziehende, sagt Klaus-Dieter Nägele, der die Päckchen für die Caritas in Empfang genommen hat. In erster Linie werden Bedürftige in Überherrn berücksichtigt, aber auch im ganzen Landkreis Saarlouis.“ Laut Armutsbericht liegt die Armutsquote bei älteren Menschen im Saarland bei 18 Prozent. Dieter Nägele schätzt, dass rund 200 ältere Menschen im Kreis mit sehr geringen Rentenbezügen auskommen müssen. Dies sind vor allem ältere Frauen. Aber es sind auch viele Kinder, die in Armut aufwachsen.

Es werden sogar noch einige Päckchen dazukommen. Denn die Beruser Buben haben bereits 75 leere Päckchen erstanden, die sie mit dem Erlös des Bockbierverkaufs beim Weihnachtsmarkt in Berus am nächsten Wochenende füllen wollen. Bereits zum fünften Mal haben die Beruser Buben die Aktion unterstützt und in dieser Zeit schon 220 Päckchen gefüllt.

Der Erlös, der beim Verkauf der Päckchen entstanden ist, soll zu gleichen Teilen an fünf soziale Projekte in der Gemeinde verteilt werden. Eins draufgelegt haben dabei Alexander Gillo und Markus Motsch mit 454 Euro, die bei der Eröffnung des „Überherrner Waschtreffs“ zusammengekommen sind.