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Triftiger Grund für Schutzwand fehlt

Achim Großmann (l.) und Wolfgang Closs diskutieren. Foto: az
Achim Großmann (l.) und Wolfgang Closs diskutieren. Foto: az
Fremersdorf. Um 46 Prozent sei das Fahrzeugaufkommen bei Fremersdorf gestiegen, teilte die Bürgerinitiative gegen den Lärm in Fremersdorf am Samstag mit. Etwa 30 000 Autos rollten täglich durch das nur 350 Meter breite Saartal. Dort liegen die L 170, die B 51, die A 8, die Bahnstrecke Trier-Saarbrücken und auch Saarschifffahrt Von SZ-Mitarbeiter Johannes A. Bodwing

Fremersdorf. Um 46 Prozent sei das Fahrzeugaufkommen bei Fremersdorf gestiegen, teilte die Bürgerinitiative gegen den Lärm in Fremersdorf am Samstag mit. Etwa 30 000 Autos rollten täglich durch das nur 350 Meter breite Saartal. Dort liegen die L 170, die B 51, die A 8, die Bahnstrecke Trier-Saarbrücken und auch Saarschifffahrt. Doch eine Lärmschutzwand reiche nur etwa bis zur Hälfte des Ortes.Wenig Aussichten auf eine weitere Lärmschutzwand machte Achim Großmann, Parlamentarischer Staatssekretär und zuständig für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen. Eingeladen hatte der SPD-Landtagsabgeordnete Reinhard Jost. Hans-Joachim Schneider erläuterte kreative Ansätze der Bürgerinitiative von einer innovativen Lärmschutzwand, die zudem noch Energie erzeugt, bis zur Mauer mit Weidenstecklingen, die Biomasse liefere. Für Großmann interessante Projekte, doch aufgrund der bisherigen dB-Werte gebe es für den Bund erst bei 60 000 Fahrzeugen täglich Veranlassung für eine Schutzwand. Gehe eine Gemeinde das an, müsse sie Unterhalt und Reparaturen zahlen. Als nicht hinnehmbar stufte Schneider den Lärm ein, der sich aus mehreren Quellen ergebe. Für Großmann weitgehend nachvollziehbar, "aber mit der Addition von Lärm gibt es bislang kaum Erfahrungen", und sie sei deshalb schwer abzuschätzen.Auf der anderen Seite von Fremersdorf rollt ein Autozug am Hang entlang und lärmt bis in den Ort. Die Bürgerinitiative führt Achim Großmann über die Fußgängerbrücke, darunter liegt die A 8. Großmann spricht die Gleichbehandlung betroffener Orte an. Es müsse ein Alleinstellungsmerkmal für Fremersdorf her, als triftigen Grund für die fehlende Lärmschutzwand. az