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SZ-Nachfrage bei Schulen zum Umgang mit Corona

Kostenpflichtiger Inhalt: Coronavirus : Geschult im Umgang mit Coronavirus

Wie gehen Schulen im Landkreis Saarlouis mit dem Thema Coronavirus um, welche Maßnahmen wurden getroffen? Die SZ hat nachgefragt.

Ein Virus schert sich nicht um Grenzen. Eine Epidemie kann Pandemie werden. Eine Ausbreitung kann grenzenlos werden. Damit das nicht passiert, wird vorgesorgt. International, national, vor Ort. Nur wer weiß, mit was er es zu tun hat, kann sich wappnen.

Und das fängt bei den Jüngsten an. Kinder und Jugendliche müssen die Gefahren kennen, die das Coronavirus mit sich bringt. Denn das Virus kann urplötzlich fast überall auftreten. Auch genau dort, wo die meisten Kinder viel Zeit verbringen: in der Schule. Bislang im Saarland alles Theorie. Damit das weiter so bleibt, sorgen die Schulen im Landkreis Saarlouis vor, wie die SZ erfuhr.

Eine gängige Regel: Zwei Mal „Happy Birthday“ singen während des Händewaschens. Erst dann sind die Hände richtig sauber und den Hygienevorschriften ist entsprochen. „Die Kinder sind zwar angehalten, die Hände zu waschen, Angst vor dem Virus haben sie aber nicht“, sagt Nalbachs Bürgermeister Peter Lehnert. Risiken möchte man aber in Nalbach nicht eingehen. Vorsichtshalber wurde etwa die Schulveranstaltung „Wir im Verein“ vorerst abgesagt. „Wir lernen Schritt für Schritt von dem Virus und möchten angemessen reagieren“, erklärt Lehnert das Vorgehen.

Vom Gesundheitsamt fühlen sich die meisten Mitarbeiter der gemeindlichen Einrichtungen in Überherrn gut betreut hinsichtlich der Corona-Gefahr. „Das Personal zeigt bisher keine Ängste und distanziert sich von der Panik“, meint Max Karbach vom Fachbereich Zentrale Verwaltung, Dienste in Überherrn. „Es gibt Aushänge mit den wichtigsten Hygienetipps für Eltern und Besucher“, erklärt er.

Und auch die Schüler werden von Beginn an über die Gefahren des Virus informiert. An der Grundschule St. Bonifatius in Überherrn etwa wird das Thema Coronavirus im Unterricht besprochen. Infoblätter zu Hygienemaßnahmen und Handlungsmöglichkeiten für den Ernstfall wurden ausgeteilt.

Angst unter den Schülern vor der Virusgefahr grassiert hier aber nicht. Ganz anders in der Grundschule Berus. Vor allem Schüler der unteren Klassenstufen haben Angst, heißt es von Seiten der Schule. Einige hätten sogar Angst zu sterben. Doch die Lehrer bemühten sich, das Thema Corona sachlich und kindgerecht zu vermitteln. Trotz aller Vorsicht gebe es für die Lernenden bisher keine Einschränkungen im Schulalltag.

Alltag bedeutet in den Saarwellinger Schulen aber zumindest eine häufigere Reinigung der Geländer und Türknäufe in den Schulgebäuden. „Es gab Gespräche mit den Schülern zum richtigen Händewaschen“, erklärt Cornelia Rohe vom Saarwellinger Amt für Kultur, Schulen und Städtepartnerschaften.

Dafür, dass Schüler ihre Hände den Hygienevorschriften entsprechend reinigen können, ist laut Pressestelle des Landkreises Saarlouis, der für die weiterführenden Schulen zuständig ist, im Kreis gesorgt. Die Vorräte an Seife und Papierhandtüchern seien an Schulen hinreichend aufgestockt worden.

Pauschale Schulschließungen wie zum Beispiel in Italien sind in Deutschland bislang nicht absehbar. Doch bundesweit bleiben derzeit Dutzende Bildungseinrichtungen zeitweise geschlossen. In Deutschland gilt dabei die Regel, dass eine Bildungseinrichtung vorübergehend geschlossen wird, sobald es einen bestätigten Corona-Fall an der Einrichtung gibt. Das ist im Saarland bisher noch nicht eingetreten.

Nicht nur in Nalbach wurden wegen des Vírus weitere Veranstaltungen abgesagt: Bericht Seite C 5.