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Südkorea zahlt nichtsfür Stadtverwaltung

Südkorea zahlt nichtsfür Stadtverwaltung

KIA in der Ford-StadtSüdkorea zahlt nichtsfür StadtverwaltungZum Artikel "Neue Kleinwagen in Saarlouiser Stadtflotte" (9. Januar) und weiteren Artikeln Das war ein Affront gegenüber dem größten Steuerzahler der Stadt Saarlouis und ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten von Ford. Es wird wieder einmal verdrängt, von wem die Verwaltung bezahlt wird

KIA in der Ford-StadtSüdkorea zahlt nichtsfür StadtverwaltungZum Artikel "Neue Kleinwagen in Saarlouiser Stadtflotte" (9. Januar) und weiteren Artikeln Das war ein Affront gegenüber dem größten Steuerzahler der Stadt Saarlouis und ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten von Ford. Es wird wieder einmal verdrängt, von wem die Verwaltung bezahlt wird. Mit Gewissheit nicht vom Innenministerium von Südkorea. Die Verwaltung oder der Staat existieren ausschließlich von der Mehrwertschaffung durch deutsche Unternehmer. Von sonst niemandem. Lohnsteuern, Mehrwertsteuern, Gewerbesteuern, Grundsteuern, Sozialabgaben - alle Steuern sind letztlich begründet in dem Engagement des Risiko nehmenden Unternehmers. Von daher ist es die erstrangige Verpflichtung der Verwaltung, die günstigsten Rahmenbedingungen für die zu schaffen, die den Staat am Leben halten und den öffentlichen Dienst bezahlen. Also für die hier ansässigen Betriebe, die die Wertschöpfung schaffen. Es ist hier die skurrile Situation entstanden, dass mit dem von Ford hier im Land erwirtschafteten Geld Produkte eines Herstellers gekauft werden, der in Asien produziert. Das ist in etwa so zu sehen, als ob die Beschäftigten von Aldi ihre Einkäufe bei Lidl vornehmen. Dieser Einkauf von Kia-Fahrzeugen war instinktlos. Darüber hinaus ergibt sich noch der Aspekt der Steuerverschwendung. Die Beschaffung dieser Fahrzeuge wird mit Gewissheit damit gerechtfertigt, dass sie preisgünstiger waren als die Autos von Ford oder andere deutsche oder europäische Autos. Dieses Argument ist falsch. Unter der Berücksichtigung der kumulierten Steuerlast können ausländische Produkte niemals den steuertechnischen Rang eines inländischen Produktes erreichen. Die Salatköpfe aus Lisdorf beinhalten der relativ geringen Produktionstiefen wegen jedoch bereits eine kumulierte Steuerlast von mindestens 40 Prozent. Bei Produkten mit hoher Produktionstiefe wie Autos beläuft sich die kumulierte Steuerlast leicht zwischen 70 und 80 Prozent. Heißt also, von jedem Euro, den wir für ein inländisches Produkt ausgeben, erhält der Staat an Steuern und Sozialabgaben zirka 70 bis 80 Cent zurück. Hat die Stadt Saarlouis also für die Autos 40 000 Euro bezahlt, wurden dem deutschen Fiskus zirka 30 000 Euro vorenthalten und letztlich nach Korea geschleust. Leitet der normale Bürger diese Summe am Finanzamt vorbei, so wird dies sicher schnellstens unter dem Gesichtspunkt des Steuerstrafrechts gesehen. Gut: Das könnte man noch unter Entwicklungshilfe buchen. Nur in diesem Fall gibt es bedürftigere Empfänger. Rolf Demmerle, WallerfangenDillingen kann sich gleich einreihenZu "FDP: Statt drei Kia hätte Saarlouis drei Ford kaufen sollen" Hier kann sich die Stadt Dillingen gleich mit einreihen. Da braucht das Ordnungsamt ein Fahrzeug vom asiatischen Markt und dazu noch einen großen Geländewagen, der im Spritverbrauch bestimmt äußerst günstig ist!? Möglicherweise sind die Highlands von Dillingen (sprich: Pachtener Heide) nur so erreichbar? Deutschland hat Autofirmen, die gute und teilweise günstige Autos bauen. Da gebe ich Herrn Krichel absolut recht: Das sind in der Tat falsche Zeichen. Jörg Freydag, Dillingen