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Staatsschutz ermittelt wegen Softair-Schüsse auf Flüchtlinge

Tatmotiv laut Polizei noch unklar : Staatsschutz ermittelt wegen Softair-Schüssen auf Flüchtlinge

Nach den Schüssen aus einer Softair-Waffe auf zwei Flüchtlinge in Lebach hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen. Das teilte die Polizei der SZ mit.

Noch sei unklar, ob die Attacke beispielsweise politisch oder rassistisch motiviert gewesen sei, ob es sich um eine Beziehungstat gehandelt habe oder ob es einen anderen Hintergrund gebe.

Auf die zwei Bewohner des Lebacher Ankerzentrums war am Samstagabend mit einer Softair-Waffe geschossen worden (wir berichteten). Nach Polizeiangaben waren die beiden Bewohner gegen 22.50 Uhr auf der Dillinger Straße zu Fuß in Richtung Ankerzentrum unterwegs, als ein weißer BMW mit zwei männlichen Insassen seine Fahrt verlangsamte. Der Beifahrer habe dann mit der Softair-Waffe auf die beiden Bewohner – ein 35-jähriger Iraner und eine 32-jährige Iranerin – gezielt und vier Schüsse abgegeben. Ein Geschoss traf die 32-Jährige an der Stirn und verletzte sie leicht. Eine ärztliche Behandlung war nicht nötig. Ihr Begleiter blieb unverletzt.