Siersburger Grundschule soll erhalten bleiben

Siersburger Grundschule soll erhalten bleiben

Siersburg. Die Schließungen der Grundschulen in Gerlfangen und Fremersdorf hätten gezeigt, dass es "trotz Versicherungen der CDU, es werde keine weiteren Schließungen geben", keine wirkliche Sicherheit gebe. So äußerte sich Siersburgs Ortsvorsteher Reinhold Jost, SPD, in der Niedtalhalle vor rund 25 Lehrern und Eltern

Siersburg. Die Schließungen der Grundschulen in Gerlfangen und Fremersdorf hätten gezeigt, dass es "trotz Versicherungen der CDU, es werde keine weiteren Schließungen geben", keine wirkliche Sicherheit gebe. So äußerte sich Siersburgs Ortsvorsteher Reinhold Jost, SPD, in der Niedtalhalle vor rund 25 Lehrern und Eltern. Deshalb die Resolution, die auch symbolisch für die Grundschulen in Hemmersdorf und Rehlingen stehe. Bislang sieht das saarländische Schulordnungsgesetz bei Grundschulen zwei Klassen (Zweizügigkeit) pro Jahrgang vor. Wo dies nicht mehr möglich ist, drohen das Aus oder die Umwandlung in eine Dependance. Letzteres bedeutet den Verlust der Eigenständigkeit. "Auf Grund der Zahlen wird Siersburg auch weiterhin nur eine Klasse im ersten Schuljahr haben", sagte Jost. "Wer den Menschen die Ängste nehmen will, dass es zur Schließung kommt, der muss das Gesetz ändern." Volker Heitz, CDU-Fraktionschef im Siersburger Ortsrat, verwies auf mögliche Ausnahmeregelungen im Gesetz auch bei Einzügigkeit. Laut Jost hat das aber selbst in Gerlfangen die Schließung nicht verhindert, trotz zentraler Funktion für die Orte auf dem Gau. Über den Erhalt der Grundschule Siersburg waren sich die Ortsrats-Fraktionen einig, trotz parteipolitischer Abschweifungen. Das Papier gehe an Bildungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, teilte Jost mit, um "eine Diskussion über zukunftssichernde Maßnahmen für die Grundschule Siersburg in Gang zu setzen".

HintergrundDie Siersburger Resolution zum Erhalt der Grundschule sieht deren dauerhaften Bestand vor und die Absenkung des Klassenteilers von 29 auf 25. Sie fordert die Abschaffung des Zwangs zur Zweizügigkeit und lehnt eine Umwandlung zur Dependance ab. Mögliche Änderungen an den Grenzen der Schulbezirke seien lediglich Hilfslösungen. Zudem seien in den vergangenen zehn Jahren fast eine Million Euro in die Einrichtung investiert worden. az