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Wenn die Nahversorgung stockt

Griesborn. Unglücklich war ein Leser-Reporter aus Griesborn darüber, dass das Bäckerauto nicht mehr die Straße anfuhr. Das ist gerade für ältere Menschen oft unverzichtbar, wenn es um die Versorgung geht. Marc Prams

Das Bäckerauto, das mehrmals in der Woche in vielen Orten unterwegs ist und neben frischen Backwaren auch andere Lebensmittel im Angebot hat, ist auch für ein älteres Ehepaar aus Griesborn nahezu unverzichtbar, um sich selbst zu versorgen. Das teilte uns der Ehemann (83), Anwohner der Mühlenstraße, unlängst bei einem Telefonat mit. Er und seine Frau hätten stets am Wagen der Bäckerei Heckmann aus Hülzweiler Lebensmittel wie Brot, Milch und Kaffee gekauft, und seien sehr traurig, dass diese seit einigen Wochen die Straße nicht mehr anfährt. "Es gibt in Griesborn nur noch eine Metzgerei, sonst keine Nahversorgung mehr", sagte der Herr, der darum gebeten hat, nicht namentlich genannt zu werden. Und der etwa ein Kilometer lange Weg zum nächsten Discounter sei für viele ältere Menschen zu weit.


Auch Claudia Heckmann, von oben genannter Bäckerei bedauert, dass Griesborn nicht mehr von ihnen angefahren wird. "Wir können es mit dem vorhandenen Personal einfach nicht mehr leisten und müssen uns daher auf Hülzweiler beschränken", erklärt die Chefin. Außerdem sei es schwierig, Personal für diese Tätigkeit zu finden, fügt sie hinzu.

Im Falle von Griesborn müssen die Anwohner aber nicht auf ihr frisches Brot verzichten. Denn die Bäckerei Kleer aus Schwalbach fährt an drei Tagen in der Woche - dienstags, donnerstags und samstags - dort hin und wird auch das Ehepaar aus der Mühlenstraße mit Lebensmitteln versorgen, wie Chefin Petra Kleer mitteilt.



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