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Weihnachtskonzert mit Nervenkitzel

Weihnachtskonzert mit Nervenkitzel

Alljährlich am ersten Weihnachtstag drücken die „Musikfreunde Hülzweiler“ den Festtagen einen eigenen Stempel auf. 2014 war es eine musikalische Reise durch die Märchenwelt, diesmal folgte eine Kombination aus Musik und Krimi-Lesung.

Zwei Dirigenten, 52 Musikerinnen und Musiker sowie eine Krimiautorin. Das erwartete am Freitag beim Weihnachtskonzert 2015 an die 600 Besucher im Haus für Kultur und Sport. Links neben der Bühne stand ein stattlicher Weihnachtsbaum, rechts warteten Tisch und Schreibmaschine auf Schriftstellerin Elisabeth Brück. Doch zuvor legte das Jugendorchester unter Kevin Naßhan den Grundstein zur passenden Atmosphäre.

Darunter waren Melodien aus Filmen mit kriminellen Handlungen. So Sergio Leones "Es war einmal in Amerika" und das jazzig-swingende "It had better be tonight" aus dem ersten "Pink Panther"-Film. Nach drei Titeln wechselten die jungen Musiker zum gefühlvollen Weihnachtslied "Cantique de Noel". Dann erschien Moderator Harald Lesch in Polizeiuniform und führte durch das Programm des großen Orchesters.

Gruß aus der Schreibstube

Dirigiert von Thomas Leinenbach fügte es die Sätze der "Welcome-Overture" von Otto Schwarz zum voll klingenden Musikerlebnis und zum Einstieg in die Handlung um "Mary Plotfire". "Willkommen in meiner Geschichte", grüßte Elisabeth Brück aus ihrer Schreibstube am Bühnenrand. Im Wechsel mit den klingenden Beiträgen des Orchester las sie von dem Polizeibüro am Hülzweiler Marktplatz, der eisigen Frauenleiche am Waldrand und den vertrackten Ermittlungen.

Als Solistin des Orchesters überzeugte Laura Rupp am Sopransaxofon mit dem Leitmotiv aus "The Mission". Virtuos spielte Tobias Paulus die vertrackte Violin-Partitur aus "Das Privatleben des Sherlock Holmes ", und Trompeter Reinhard Hoff begeisterte diesmal mit dem eindringlichen Motiv aus dem Finale von "Zwei glorreiche Halunken". Krimi-Stimmung schufen die "Musikfreunde" unter anderem mit Klängen von "Hawaii 5-0" und nostalgischen Edgar-Wallace-Filmen.

Zugabe mit Romantik

Romantisch wurde es bei der ersten Zugabe mit "One Moment in Time". Den Abschluss bildete nach fast dreieinhalb Stunden ein kunstvolles Arrangement von "Stille Nacht", das die Zuhörer zum Mitsingen verleitete.