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Blutspende
Vorzeige-Blutspender in Hülzweiler leisten wichtigen Beitrag

Die Blutspende in Hülzweiler hat lange Tradition, bei der Ehrung mit der Vorsitzenden Helga Rettler waren anwesend Klaus Ecker (125 Spenden), Referent Christoph Ernwein, Beate Schommer (100 Spenden), Ullrich Kotzmann (125 Spenden) sowie Ortsvorsteher Georg Maringer (von rechts).
Die Blutspende in Hülzweiler hat lange Tradition, bei der Ehrung mit der Vorsitzenden Helga Rettler waren anwesend Klaus Ecker (125 Spenden), Referent Christoph Ernwein, Beate Schommer (100 Spenden), Ullrich Kotzmann (125 Spenden) sowie Ortsvorsteher Georg Maringer (von rechts). FOTO: Merkel Carolin / Carolin Merkel
Hülzweiler. Für Beate Schommer aus Diefflen, Klaus Ecker aus Saarlouis und Ullrich Kotzmann aus Saarlouis steht ein Termin immer schon im Voraus fest: der nächste Termin zur Blutspende beim DRK in Hülzweiler.

Seit vielen Jahren sind die drei, die im Rahmen des Blutspendertermins im Haus für Kultur und Sport kürzlich ausgezeichnet wurden, treue Spender, verpassen so gut wie keinen der Termine. Solche Menschen, betont Christoph Ernwein, Referent beim DRK-Blutspendedienst Rheinland-Pfalz und Saarland, sind sehr wichtig, denn: „Nachwuchs in Sachen Blutspende zu gewinnen, wird immer schwieriger“, weiß er zu berichten. Dabei, das betont der gebürtige Hülzweiler Ernwein, ist gerade der Termin in seinem Heimatort ein „Vorzeigetermin“, andere sterben nach und nach mangels Nachfrage aus. Viel Werbung sei in den vergangenen Monaten gemacht worden, aber selbst große Plakataktionen und der Blutspendebus bringen nicht den gewünschten Erfolg. „Wir haben zwar auch junge Menschen, die zu einem Termin im Jahr kommen, doch es fehlt vor allem an der Kontinuität, mit der die langjährigen Spender dabei sind. Um hier einen Spender zu ersetzen, brauchen wir mindesten drei neue Spender“, erklärt er.


Während Schommer und Kotzmann noch weiterhin aktiv an der Blutspende teilnehmen dürfen, ist für Ecker laut Gesetzgeber aus Altersgründen mit 77 Jahren Schluss.

Das bedauert der Saarlouiser, der bereits zu Studentenzeiten in den 1960er Jahren zur Blutspende ging und nun auf 125 Spenden zurückblicken kann, sehr. Damals wurde er „mitgeschleppt“, später wurde es zur Regelmäßigkeit. Schade findet es Ecker, dass er weder seine Frau noch seine Kinder davon überzeugen konnte.

Das ist bei Kotzmann anders, hier kommen Frau und Tochter gerne mit. Der Hülzweiler, der ebenfalls eine Urkunde für 125 Spenden erhielt, kann sich noch gut an seinen ersten Termin im Jahr 1972, damals bei der Bundeswehr, erinnern. „Dafür gab es Geld in die Kameradschaftskasse und einen Tag Urlaub“, erzählt er. Durch das eifrige Blutspenden, verrät er, konnte so für die Olympischen Spiele sogar ein Farbfernsehgerät in der Kaserne angeschafft werden. Warum er die Blutspende ein paar Jahre aus dem Blick verloren hat, kann er nicht sagen, gerade, weil man danach einfach ein gutes Gefühl habe. „Zum einen hilft man der Allgemeinheit, zum anderen sich selbst. Eine Erneuerung des Blutes ist für jeden, der Spenden kann, gut“, sagt er.

Das kann Beate Schommer nur bestätigen. Sie wurde für 100 Blutspenden geehrt. „Wenn ich mal aufgrund einer Erkältung nicht kann, habe ich das Gefühl, dass meinem Körper etwas fehlt“, sagt sie. Sie will ebenso wie Familie Kotzmann noch so lange, wie die Gesundheit mitspielt, weiter an den Spendenterminen teilnehmen. Alle drei hoffen, dass ihr Beispiel Schule macht und sich wieder mehr junge Menschen an den Terminen beteiligen.



 Der nächste Termin beim DRK in Hülzweiler ist am Mittwoch, 6. Juni,  von 15 bis 20 Uhr im Haus für Kultur und Sport, Hülzweiler. Alle weiteren Informationen und Termine gibt es im Internet.

(cim)