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Volksbühne Hülzweiler probt für Frauenpower 2020

Kostenpflichtiger Inhalt: Theater : Volksbühne Hülzweiler probt mit Frauenpower

Ein turbulentes Stück über einen mehr als ungewöhnlichen Wahlkampf – in drei Akten.

Während sich die Parteien auf Landesebene mit dem nächsten Wahlkampf noch Zeit lassen, ist in Hülzweiler das Ringen um die Plätze im Gemeinderat längst ausgebrochen. Schließlich sind es nur noch zwei Wochen bis zur Wahl – höchste Zeit also, in der heißen Phase mit allen Mitteln, nackter Haut und offenem Schlagabtausch zu kämpfen. Bürgermeister Gscheidle oder besser „Heinzipupsi“ würde am Ende nicht mal mehr davor zurückschrecken und die Presse informieren.

Doch Halt – die Presse hat schon längst Wind von der Sache bekommen, beobachtet das Geschehen von der ersten Zuschauerreihe aus – nämlich beim Proben-Wochenende der Volksbühne Hülzweiler. Unter der Regie der sehr erfahrenen Spielleiterin Gisela Haupts entbrennt auf der Bühne des Hauses für Kultur und Sport in Hülzweiler ein Kampf zwischen Männern und Frauen. Der Dreiakter „Frauenpower“ aus der Feder von Bernd Gombold thematisiert einen sehr außergewöhnlichen Wahlkampf auf dem Dorf. „Das Stück spielt Ende der 1960er Jahre, damals waren Frauen noch in der absoluten Minderheit in politischen Ämtern“, erklärt Haupts.

Dass das so bleiben soll, dafür sorgt in dem Stück Bürgermeister Gscheidle alias Stefan Wilhelm. Er ist der Anführer im Gemeinderat und will auf keinen Fall die Macht an die Frauenwelt verlieren. Wie leicht er sich um den Finger wickeln lässt, zeigen sehr bald die beiden Bar-Damen Colette und Marylin, die für ganz schön viel Aufregung in dem beschaulichen Dörfchen sorgen. Zu kämpfen haben die Herren aber auch gegen die Riege der Damen – die Frauenliste wird angeführt von Kunigunde Schlotterbeck alias Heike Vono. Sie führt die Frauenriege und lässt keinen Zweifel daran, dass die Tage der Männer im Gemeinderat gezählt sind.

Die textintensiven Dialoge sind voller Wortwitz, ob eine Emanze zugleich katholisch sein kann oder dass Frauen in der Politik so unnötig wie das Haar in der Suppe sind. Das Stück werde das Publikum auch im Jahr 2020 aufmischen, ist sich Haupts sicher. Sie hat das Stück ausgesucht, „weil ich mich zum einen nach meiner Besetzung richten muss, zum anderen aber auch ein lockeres und unterhaltsamen Stück gesucht habe“, erklärt sie.

Seit Dezember laufen die Proben, die 13 Ensemble-Mitglieder sind längst in ihren Rollen angekommen. Vor allem freut sich Jens Seidel auf seinen Auftritt. Er verkörpert den Gemeinde-Inspektor und soll mit einer List den Männern den Sieg einbringen. Wie er das anstellt, soll an dieser Stelle ebenso wenig verraten werden, wie der Ausgang der Wahl, betont Gisela Haupts.

Die Volksbühne Hülzweiler spielt „Frauenpower“ unter der Leitung von Gisela Haupts. Die Aufführungen sind am Samstag, 14. März, um 20 Uhr sowie am Sonntag, 15. März, um 17 Uhr im Haus für Kultur und Sport in Hülzweiler. Karten zum Preis von 8 Euro (Erwachsene) 7 Euro (Jugendliche, Schwerbehinderte) im Vorverkauf gibt es im Rathaus Schwalbach, bei Uhren-Schmuck Helfen Hülzweiler und bei Tabakwaren Baltes, Hülzweiler. Abendkasse: 9 Euro.

www.volksbuehne-huelzweiler.de