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Viel Beifall für das Weihnachtskonzert der Musikfreunde Hülzweiler

Musikfreunde Hülzweiler : Musikalische Reise rund um die Welt

Das Große Orchester der Musikfreunde Hülzweiler begeisterte das Publikum am 1. Weihnachtsfeiertag.

Als das Große Orchester der Musikfreunde Hülzweiler am 1. Weihnachtsfeiertag nach einer gut zweistündigen musikalischen Reise rund um die Welt wieder sicher im Haus für Kultur und Sport ankommt, ertönt mit „Stille Nacht“ eines der bekanntesten und beliebtesten Weihnachtslieder. Mit diesem letzten Stück, der zweiten frenetisch geforderten Zugabe des Abends, zaubern die rund 60 Musikerinnen und Musiker festliche Weihnachtsstimmung in den ausverkauften Saal.

Zu Weihnachten gehört in Hülz-
weiler seit der Premiere im Jahr 1973 alljährlich neben gutem Essen, der Familie und dem Weihnachtsbaum samt Geschenken auch der Besuch beim traditionellen Weihnachtskonzert am 25. Dezember fest dazu. Anfangs, so erklärte Vorsitzender Gerhard Woll am Dienstagabend, habe man schon gezweifelt, ob die Menschen an diesem Feiertag das Konzertangebot annehmen würden, doch längst habe sich der Termin fest im Kalender bei den Familien in der Gemeinde, aber auch weit darüber hinaus, etabliert. Und so durfte Georg Maringer, Ortsvorsteher und zugleich – auch das hat bereits eine gute Tradition – Moderator des Abends, die zahlreichen Gäste im festlich geschmückten Saal begrüßen. Während Jugendorchester und Großes Orchester mit ihren herausragenden Solisten ebenso wie mit ihrer geschlossenen Gesamtleistung begeisterten, betonte Maringer, habe bei ihm der Musikunterricht keine Früchte getragen. Die Moderation sei das, was er am besten könne. Mit viel Hintergrundwissen und einer Portion Humor nahm er im Namen der beiden Klangkörper die Gäste unter dem Motto „Weihnachten in aller Welt“ mit auf eine rasante Musikreise mit vielen besonderen Momenten.

Die musikalische Eröffnung des Abends lag in den Händen der Jugend. Unter der Leitung von Laura Rupp, anschließend selbst im Großen Orchester an der Klarinette aktiv, steckte der Nachwuchs die Erwartungen der Zuhörer ganz schön hoch. Mit „The Witch and the Saint“ bewies das Orchester eindrucksvoll, dass es dem Verein nicht bange um die Zukunft sein muss. Erwähnenswert ist auch die gute Zusammenarbeit der beiden Musikvereine aus Hülzweiler und Elm im Jugendbereich. Die Akteure kommen aus beiden Vereinen, die Kooperation ermöglicht eine anspruchsvolle Literatur durch eine breite und überaus gut ausgebildete Besetzung. Viel Beifall gab es für den Nachwuchs für „Take on Me“ der norwegischen Band AHA.

Nach dem Reisebeginn in Skandinavien ging es mit dem Großen Orchester von Russland über Italien und Frankreich schließlich über den großen Teich bis nach Japan und in die USA. Dirigent Kevin Naßhan hatte das überaus anspruchsvolle Programm bestens mit seinem Orchester vorbereitet, seine Vorliebe zum Big-Band-Sound blieb zum Glück nicht verborgen. Neben den Bläsern, zu denen im Orchester erfreulicherweise auch Oboe und Fagott zählen, sowie dem Percussion-Team zauberten ein Akkordeon und eine Gitarre ganz außergewöhnliche Klangerlebnisse in das Konzertprogramm.

Langanhaltender Beifall und stehende Ovationen waren der Lohn für die vielen Übungsstunden – öfter auch mal am Wochenende. Ein erleichterter Vorsitzender dankte den beiden Dirigenten, aber auch dem Publikum, das dem Verein über so viele Jahre die Treue hält. Das wurde in diesem Jahr mit einer herausragenden musikalischen Leistung verwöhnt.