"Und bring die Gitarre mit!"

Elm. Darf ich vorstellen? Die Familie Maas ist die wohl musikalischste Familie in Elm. Man sieht sie in Opern, im Kirchenchor, auf der Pop-Bühne und auch im Fernsehen. Da wäre zuerst einmal der Vater: Eugen Maas ist bekannt wie ein bunter Hund in Schwalbach. Geladener Gast auf jeder Geburtstagsfeier, Alleinunterhalter auf Partys und Kappensitzungen

Elm. Darf ich vorstellen? Die Familie Maas ist die wohl musikalischste Familie in Elm. Man sieht sie in Opern, im Kirchenchor, auf der Pop-Bühne und auch im Fernsehen. Da wäre zuerst einmal der Vater: Eugen Maas ist bekannt wie ein bunter Hund in Schwalbach. Geladener Gast auf jeder Geburtstagsfeier, Alleinunterhalter auf Partys und Kappensitzungen. Das grinsende Gesicht mit dem Zwirbelschnurres ist überall bekannt und gern gesehen. "Und bring die Gitarre mit!", hört er dann immer.Seinen ersten Auftritt hatte Eugen Maas schon mit sechs Jahren. "Im Elisabethenverein habe ich mit meiner ersten kleinen Gitarre "Heidschi Bumbeidschi" gespielt und gesungen. Schon in dem Alter habe ich die Frauen bezirzt." Er singt in gleich drei Chören, unter anderem im Männergesangsverein Germania, den schon sein Großvater gegründet hatte. "Als ich vier war, hat mein Papa mich in den Verein gesetzt", sagt Eugen Maas.

Dann sind da die beiden Töchter Vicky und Laura Maas. Die haben sich erst im Saarland einen Namen gemacht, als "Pretty Aunts" und "Maas Attacks". Seit einigen Wochen sind die 24- und die 29-Jährige auch im restlichen Deutschland bekannt. Bei der Talentshow "The Voice" konnten sie die prominente Jury überzeugen und haben es unter die 64 besten der Show geschafft. "Papa hat sich so schön gefreut, dass sein Jubelgesicht immer bei der Werbung für die Show lief", erzählt Vicky. Elm hat mit den Augen gerollt. Den Schnurres haben alle wiedererkannt. "Jetzt is der Maas Eugen auch noch im Fernsehn", hieß es. Aber: "Alle haben sich mit uns gefreut", sagt er.

Mit ihren eigenen Bands treten Laura und Vicky Maas seit knapp zehn Jahren im Saarland auf, rund 70-mal im Jahr machen sie gemeinsam Rock- und Pop-Musik der Sechziger und Siebziger Jahre. Vicky studiert Musik, singt, spielt seit vielen Jahren Geige, Bratsche und Saxophon. Laura singt und spielt Gitarre und Mundharmonika und: "Ja, ich kann von der Musik leben", sagt sie. Und Papa ist furchtbar stolz. "Früher war es so: Wenn die beiden gesehen wurden, fragten die Leute: 'Wer sind die denn?', dann kam die Antwort: 'Ei em Maas Eugen seine'. Heute heißt es: 'Wer ist denn der Typ mit dem Schnurrbart?' und die Antwort heißt: 'Na, der Papa von den Maas-Attacks-Mädels, die aus dem Fernsehn!'" Und auch Mama Maas ist musikalisch. Petra Maas singt seit einigen Jahren im Chor, macht klassische Musik. Bietet sich ein musikalisches Familienprojekt da nicht sehr an? "Wir sind alle in unterschiedlichen musikalischen Richtungen unterwegs", sagt Petra Maas. Aber Ende des vergangenen Jahres gab's dann doch etwas: "Zusammen haben wir ein Weihnachtslied aufgenommen - aber nur zum Spaß!", sagt Vicky. "Musik verbindet, war immer unser Motto", sagt Petra Maas. In der Familie machen sie viel Musik, zu Festen oder einfach so. Einer von ihnen hat dann immer mindestens ein Instrument in der Hand. "Die hier hat schon so einige Lagerfeuer erlebt", sagt Eugen Maas und hält eine alte Gitarre hoch. "Er kauft dauernd Instrumente vom Flohmarkt und restauriert sie dann zu Hause", sagt seine Frau. Zusammen kommen viele Gitarren, einige Geigen, ein Xylophon, Mundharmonikas, ein Klavier, eine Handharmonika, eine Balalaika. Rund 30 Instrumente gibt es im Hause Maas - so genau weiß das wohl niemand.

Rund 30 Instrumente gibt es im Haus der Familie Maas. Foto: Jenny Kallenbrunnen.

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