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TV Griesborn eröffnet größtes Spielzimmer im Kreis Saarlouis

TV Griesborn : 200 Kinder tobten im größten Spielzimmer im Kreis

Die Schwalbacher Jahn-Sporthalle baute der TV Griesborn mit Helfern zwischen den Feiertagen zum Indoor-Spielplatz um.

Das Spielzimmer hatte rund 1500 Quadratmeter. Darin konnten Kinder toben, turnen und Neues ausprobieren. Am Freitagnachmittag öffnete der TV Griesborn in Kooperation mit der Gemeinde Schwalbach erneut die Jahn-Sporthalle für das „größte Spielzimmer im Kreis Saarlouis.“ „Zum zweiten Mal machen wir das“, sagte der TV-Vorsitzende Roman Hirtz im Foyer der Halle. „Im vergangenen Jahr waren es an die 170 Kinder, diesmal rechnen wir mit um die 200.“ Die Idee gehe zurück auf die aus St. Wendel stammende Übungsleiterin Vanessa Weber. In deren Heimatort finde eine solche Veranstaltung schon länger statt. Ihr Vorschlag fand Anklang bei den Kollegen im TV Griesborn. Anfangs war die Gemeinde Schwalbach noch etwas skeptisch, gestand Bürgermeister Hans-Joachim Neumeyer. Er war am Freitag bei der Eröffnung mit dabei. Doch der Erfolg der Premiere überzeugte dann für eine Fortsetzung. Denn normalerweise wäre die Halle über die Feiertage geschlossen. Für die Veranstaltung waren etwa 30 Helfer seit 9.30 Uhr unterwegs. „Wir haben aus anderen Hallen Geräte beigeschafft“, sagte Hirtz, „und alles aufgebaut“.

Daraus wurden unter anderen Rampen aus Bänken, Reckstangen als Hindernisse, Turnstangen und eine Hüpfburg. Mit dabei waren auch Fußballer des FV 09 Schwalbach und Basketballer vom TUS Ensdorf. Einen Sprudelautomaten stellten die GWBS kostenfrei zur Verfügung, Edeka Berghoff aus Elm sorgte für Rohkost. In diesem Rahmen amüsierten sich vor allem Kinder zwischen fünf und 13 Jahren. Die Kleinsten übten sich unter den Augen der Eltern im kleinen Saal. Dort befand sich auch das Café, mit weiß umspannten Tische, Kaffee und Kuchen. Die Größeren nutzten die Jahn-Halle, die zu zwei Dritteln für eher turnerische Herausforderungen ausgestattet war. In einem weiteren Drittel führte Stephanie Jadlowski ihren Zirkus-Workshop durch. Dort wurde mit Bällen und Tüchern jongliert.

Wer sein Gleichgewicht im Griff hatte, probierte sich am Einrad aus. „Meine Freundin, die kann das“, sagte Mara, 10. Sie hangelte sich erst einmal an einem Schwebebalken entlang, der ihr Sicherheit gab. Später radelte sie an der Hallenwand vorbei und schließlich auch frei über größere Strecken.

Das Einrad sei das Tollste in der ganzen Halle. „Sie ist Mitglied im Turnverein“, sagte Joachim Klemm über Enkelin Johanna, siebeneinhalb Jahre. Die fand den Spielnachmittag einfach „Klasse“. Für Joachim Klemm war diese Aktion „eine tolle Initiative“. „Ich habe ein sehr motiviertes Team“, lobte Roman Hirtz seine Mitstreiter. So lange die dabei seien, werde das große Spielzimmer wohl immer wieder geöffnet. „Damit die Kinder zwischen den Feiertagen auch ein bisschen mehr Bewegung haben.“