| 20:10 Uhr

Sogar der Laubbläser lief auf Hochtouren

In Elm gingen 211 Läufer auf die anspruchsvolle Piste. Das Wetter hatte einige abgeschreckt. Foto: ros
In Elm gingen 211 Läufer auf die anspruchsvolle Piste. Das Wetter hatte einige abgeschreckt. Foto: ros FOTO: ros
Elm. Knackige Steigungen, enge Trampelpfade und steile Gefällstücke ließen vor einer Woche beim 24. Elmer Crosslauf "Rund um das Stadion" die Herzen der saarländischen Querfeldeinlauf-Fans höher schlagen. Insgesamt 211 Starter aus 48 Vereinen trotzten dem stürmischen Wetter und stürmten beim Traditionslauf des TV Elm lieber selbst über die 1000 bis 8120 Meter langen Strecken. Butterweicher Waldboden wechselte sich dabei mit abschüssigen Wiesenstücken ab. Wie so oft siegte im Hauptlauf der Männer ein Triathlet: 30:43 Minuten benötigte Jonas Kiefer für die vier Runden. "Ich starte ja auf der Triathlon-Langdistanz und trainiere im Winter beim Crosslauf meine Kraft-Ausdauer. Der Kurs war anspruchsvoll", sagte der Sieger, der beim LC Rehlingen und Tri-Sport Saar-Hochwald aktiv ist. Roland Schmidt

Apropos aktiv: Mit einem Laubbläser hatten TV-Abteilungsleiter Horst Schulz und sein Team im Vorfeld Berge von Laub von der Strecke gepustet und verborgene Stolperstellen freigelegt. Dafür gab es viel Lob. "Die Strecke war super präpariert", schwärmte Martina Schumacher. Im Oktober gewann die Athletin vom LC Rehlingen bei der Senioren-Weltmeisterschaft in Australien Silber-Medaillen über 10 000 und 5000 Meter. In Elm kam die 40-Jährige im Frauenlauf über 3200 Meter nach 12:48 Minuten in das Ziel. Nur die 23 Jahre jüngere Kölner Triathletin Lena Neuburg lief mit 12:18 Minuten schneller. "Das war heute ein guter Test für die saarländischen Cross-Meisterschaften. Die finden im Februar auch hier statt", stellte die Polizistin zufrieden fest.



Ein zufriedenes Gesicht machte auch Horst Schulz. An den Rekord aus dem Jahr 2012 mit 300 Startern kam der TV zwar nicht heran, aber das schlechte Wetter schreckte dieses Mal viele potenzielle Teilnehmer ab. "Es hätte schlimmer kommen können und für Crosser waren die Bedingungen heute doch optimal", sagt Schulz mit einem Grinsen.