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„Sie sind für mich die stillen Helden des Alltags“

„Sie sind für mich die stillen Helden des Alltags“

Insgesamt 125 Blutspenden hat Robert Dennemärker bisher geleistet. Dafür wurde er nun in Schwalbach ausgezeichnet. Urkunden gab es auch für seine Frau, seinen Sohn sowie viele weitere Mehrfachlebensretter.

"Sieben auf einen Streich" - das könnten die Helfer bei den vierteljährlichen Blutspende-Terminen im Gemeindesaalbau in Schwalbach ausrufen, wenn sich Familie Dennemärker auf den Weg macht. Für ihr ehrenamtliches Engagement wurden die beiden Eltern Robert und Corina Dennemärker sowie der 22 Jahre alte Sohn Lukas Peter Dennemärker ausgezeichnet. "Das wir nur zu dritt sind, liegt daran, dass die anderen Spender aus der Familie gerade kein Jubiläum haben", erklärt Mama Corina. Seit vielen Jahren ist sie dabei, wenn es um die Blutspende geht, fühlt sich, wie sie betont, danach immer wohler. Allerdings hat sie, während ihr Mann Robert regelmäßig an den Terminen teilnehmen konnte, sechs Kinder auf die Welt gebracht. Und während der Schwangerschaft und Stillzeit kein Blut gespendet. Dennoch kann sie auf 50 Spenden und somit 25 Liter Lebenssaft zurückblicken.

Absoluter Spitzenreiter bei der Ehrung war aber ihr Mann mit 125 Blutspenden . "Ich war mit 19 Jahren zum ersten Mal, damals in Wadgassen", erinnert er sich. Selbst die Wechselschicht kann ihn nicht daran hindern. "Dann wird halt mal der Dienst getauscht", sagt er. Die beiden Vorbilder haben auf die Kinder und inzwischen auch deren Partner abgefärbt. "Meine Freundin war sogar schon mit, hat natürlich gezittert, als die Nadel kam, aber am Ende war alles gut", erzählt Dennemärker Junior.

Eine Spende hilft gleich dreifach

Die Menschen an die Hand nehmen, sie motivieren, betont Christoph Ernwein vom Blutspendedienst, das sei viel wichtiger als alle Plakate, die am Tag der Blutspende in den Städten und Gemeinden hingen. Wichtig sind ihm aufgeklärte Blutspender. "Wir erleben oft, dass Spender auch nach vielen Jahren noch immer nicht wissen, was alles aus ihrem Blut gewonnen wird", sagt er. Denn mit dem halben Liter Blut, betont Ernwein, können bis zu drei Menschenleben gerettet werden. "Das liegt daran, dass es keine Vollblutkonserven mehr gibt, wir das Blut in rote Blutkörperchen, Blutplasma und Blutplättchen aufteilen", sagt er. Großes Lob für die Lebensretter gab es von Ortsvorsteher Bernd Schweitzer. "Sie sind für mich die stillen Helden des Alltags", sagte er.

Mit Urkunden , einer Flasche Wein sowie Gutscheinen aus der Gastronomie wurden die treuen Spender belohnt. "Die Gleichaltrigen belächeln mich, sie fragen, was kommt für dich dabei rüber. Sie sagen, sie würden das nur gegen Geld machen. Doch ich bin überzeugter Blutspender beim DRK", sagt Lukas Peter Dennemärker.

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Auf einen BlickDie Ehrungen: Lukas Peter Dennemärker, Mechthilde Fritz, Martina Simon, Michael Steinmetz (alle zehn Spenden ), Daniel Strumpler (25 Spenden ), Corina Dennemärker, Hilde Klemm, Hans Dieter Köhl, Hans Jörg Zapp (alle 50 Spenden ), Franz Josef Philippi (75 Spenden ), Rainer Feld, Silvia Hamm (alle 100 Spenden ), Robert Dennemärker (125 Spenden ). cim