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Schwalbacher Rat lehnt Flutung der Bergbaustollen ab

Schwalbacher Rat lehnt Flutung der Bergbaustollen ab

Der Gemeinderat Schwalbach hat in der jüngsten Sitzung am Donnerstagabend, die Flutung der hiesigen Stollen abgelehnt. Einstimmig verabschiedete der Rat einen Beschluss zur Grubenhaltung der RAG. Der Antrag geht zurück auf den Schwalbacher Grünen-Chef Michael Nagelski.

Auch die ehemalige Bergbaugemeinde Schwalbach wehrt sich gegen das Fluten der saarländischen Stollen. Man werde die Sache im Auge behalten, versicherte Bürgermeister Hans-Joachim Neumeyer in der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend. Ebenso werde man an entscheidender Stelle nachhaken, dass nicht nur interne Gutachten verwendet werden.

Einstimmig verabschiedete der Rat eine Resolution zur Grubenwasserhaltung der RAG. Die geht zurück auf einen Antrag von Grünen-Chef Michael Nagelski.

Flutung könnte folgenreich sein

Als wesentlicher Grund steht in der Resolution: "Die Flutung könnte massive Folgen für Mensch und Umwelt haben." Dazu gehörten "hochsensible Schutzgüter wie das Grund- und Trinkwasser". Die Resolution fordert von der RAG eine "größtmögliche Transparenz und Information in Bezug auf jegliche Änderungen bei der Grubenwasserhaltung im Saarland". Die RAG müsse breit und offen über sämtliche Vorhaben und Maßnahmen informieren.

Bürgerbeteiligung gefordert

Die Gemeinde Schwalbach verlangt mit der Resolution bei allen anstehenden Verfahren "eine ausführliche und frühzeitige Bürgerbeteiligung ". Wichtig seien auch externe und neutrale Fachgutachten. Der Text schließt mit einer Forderung an die Landesregierung: "Solange und soweit eine Gefährdung von Mensch und Natur in Bezug auf Grund- und Trinkwasserschutz, Gasaustritt, Erschütterungen oder Ähnliches nicht nachvollziehbar ausgeschlossen werden kann, darf es keine Genehmigung von Flutungen geben."

Die Angelegenheit Grubenwasser sollte nicht mit dem Beschluss zur Resolution beendet sein, merkte Neumeyer an. Das Ganze werde viele Jahre erfordern. Neben dem Antragsteller befürworteten auch alle anderen Fraktionen ausdrücklich die Resolution.