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Schwalbacher Gemeinderat stimmt gegen Windpark

Schwalbacher Gemeinderat stimmt gegen Windpark

Windräder sollen eigentlich die Umwelt schonen, doch ihre Errichtung kann der Natur auch Schäden zufügen. Deshalb hat eine im Sprenger Wald geplante Anlage im Schwalbacher Gemeinderat keine Zustimmung gefunden.

Das Einvernehmen zum Antrag auf Genehmigung zur Errichtung eines Windparks im Staatsforst Sprengen stellte der Gemeinderat Schwalbach in seiner jüngsten Sitzung nicht her.

Mit einer großen Mehrheit bei einer Gegenstimme sowie neun Enthaltungen steht der Gemeinderat nicht hinter dem vorgelegten Plan, die Anlage im Sprenger Wald zuzulassen.

Die Firma DunoAir Windpark Planung GmbH aus Rees im Kreis Kleve am Niederrhein plant im Waldgebiet Richtung Köllerbach (in der Nähe der Sauwasen) vier Windräder mit einem Rotordurchmesser von 115 Metern, einer Nabenhöhe von 149 Metern sowie einer Gesamtleistung von 12 Megawatt (der Ertrag, 28,3 Millionen Kilowattstunden, entspricht der Versorgung von 7300 Haushalten im Jahr). Bereits im Bauausschuss, erläuterte Bürgermeister Hans-Joachim Neumeyer , wurde das Einvernehmen nicht hergestellt, der hohe Flächenverlust im Wald, aber auch die Brandgefahr sprechen gegen den Standort.

Auch der Ortsrat Elm hat sich, wie Ortsvorsteherin Christel Albert erläuterte, bereits mehrfach gegen den Bau der Anlagen ausgesprochen. "Nach einer Begehung mit dem Kreisbrandinspekteur können wir sagen, dass nicht nur eine gesicherte Löschwasserversorgung im Brandfall fehlt, sondern es gibt gar keine Versorgung", ergänzte Albert den vorgelegten Beschluss. Der wurde von den Ratsmitgliedern kontrovers diskutiert. Dass dabei außer Frage stehe, dass man in erneuerbare Energien setzen müsse, betonten Sprecher der Fraktionen.

Schwierigkeiten, den Bau zu verhindern, sieht Michael Zapp (CDU ) bei der geltenden Rechtslage, das Verfahren zum Ausweisen von Vorranggebieten für Windenergie laufe in Schwalbach noch. "Wir haben aber Verständnis für die Elmer Bürger", sagte er. Ganz klar gegen den Standort sprach sich Horst Sprötge, SPD , aus. Vor allem der Saarforst habe sich zum Ziel gesetzt, die Erhaltung des Waldes für nachfolgende Generationen zu verfolgen. Er würde hier als Nutznießer wertvolle Fläche opfern. "Es gibt, wenn man sich dort umschaut, Felder, die höher gelegen sind, aber die gehören nicht dem Staatsforst", sagte er. "Wenn wir nicht etwas ganz Entscheidendes vorlegen können, wird das Einvernehmen wohl hergestellt", erklärte Hans Günter Groß, CDU . Als "Anhänger der Energiewende" sprach er sich klar für die Errichtung aus.