Schwalbacher Bürgermeister Hans-Joachim Neumeyer: Start in zweite Amtszeit

Bürgermeister startet in zweite Amtszeit : „Du machst das großartig“

„Ich hatte zwar bei dieser Wahl keinen Gegenkandidaten, aber ein Selbstläufer war es für mich dennoch nicht“: Hans-Joachim Neumeyer blickte am Donnerstagabend auf die Kommunalwahlen zurück: „Der Aufwand, teils auch die Aufregung, waren von dem ersten Wahlkampf nicht weit entfernt.“ Der 61-jährige CDU-Politiker stand an diesem Abend im Ratssaal des Schwalbacher Rathauses ganz im Mittelpunkt.

Seit 2009 Bürgermeister der Gemeinde Schwalbach, war er im Mai mit 76 Prozent der Stimmen wiedergewählt worden. Er hatte sich als einziger Bewerber zur Wahl gestellt. Nun war Zeit für seine Ernennung und die Einführung in die zweite Amtszeit.

Die Erste Beigeordnete Alexandra Heinen hatte zur Feierstunde geladen – und die wurde launig und kurzweilig, nicht zuletzt durch ihre Rede. „Die einzige Auflage war, dass ich nicht so viel loben soll“, kündigte Heinen an. Um dann aufzuzählen, was sie nun alles nicht berichten dürfe. Und da gab es dann, natürlich, viel Lob für den alten und neuen Bürgermeister.

Sie stellte beispielsweise heraus, dass es Neumeyer trotz einer (vor allem anfangs) schwierigen Finanzsituation gelungen sei, die Gemeinde erkennbar weiter voranzubringen: „Die Haushaltsanierung wurde und wird moderiert, überparteilich und stets mit dem Ziel, alle Fraktionen ins Boot zu nehmen. Und dies zügig und gleichzeitig besonnen.“ Die Gemeinde sei trotz des stringenten Sparkurses sehr gut aufgestellt. „Die Bedingungen für Familien müssen stimmen“, das sei eines seiner Ziele. Der Verwaltungschef richte sich selbst in der Urlaubsgestaltung nach Terminen mit Bürgern, plauderte sie aus dem Nähkästchen. Außerdem sei er immer ansprechbar, habe ein gutes Verhältnis zu den Vereinen und Bürgern der Gemeinde. Und selbst das „scheinbar unschuldige Angebot“ an seine Frau, spazieren zu gehen, entpuppe sich als Kontrollgang, sagte sie augenzwinkernd.

„Du machst das großartig“, stellte ihm auch eine weitere Rednerin ein hervorragendes Zeugnis aus: Monika Bachmann, saarländische Ministerin für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie. Und das freue sie besonders, „weil es meine Heimatgemeinde ist“. Die Ministerin wies auch auf den schönen Umstand hin, dass beide Vorgänger im Amt, Georg Fleck und Eberhard Blaß, anwesend waren: Beiden habe er in der Verwaltung „gedient“, beide seien mit seiner Arbeit sehr zufrieden gewesen.

Bevor es ein Trompetenstück der Rathaus-Mitarbeiter Ralf Paulus und Ralf Rosche gab, hatte auch der so Gelobte das Wort. Der klare und deutliche Ausgang der Wahl habe ihn stolz gemacht, betonte Neumeyer: „Ich sehe das als Bestätigung meiner bisherigen Amtsführung.“ Er wisse aber auch, dass das Ergebnis nicht nur auf seine Leistungen zurückzuführen sei, sondern dass viele Faktoren eine Rolle spielten, so vor allem „die gute Arbeit einer großartigen Mannschaft“.

Mehr von Saarbrücker Zeitung