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Fußball
Schwalbach will die Rote Laterne loswerden 

Justin Mayan hofft auf einen Sieg gegen den FC Homburg II.
Justin Mayan hofft auf einen Sieg gegen den FC Homburg II. FOTO: Dominic Baldes
Schwalbach. Ausgerechnet im enorm wichtigen Kellerduell muss Fußball-Saarlandligist FV Schwalbach auf seinen besten Torjäger verzichten. Wenn Schlusslicht Schwalbach (zwölf Punkte) an diesem Sonntag um 14.30 Uhr den Vorletzten FC Homburg II (13 Zähler) empfängt, darf Yannik Nonnweiler, der bislang zwölf der 25 Saisontore des FV erzielte, nicht auflaufen. Von Philipp Semmler

Der Grund: Der 23-jährige Angreifer sah am vergangenen Sonntag bei der 2:4-Niederlage beim SV Bübingen Rot. Nach einer Schwalbe des Bübingers Nils Cuccu gerieten Cuccu und Nonnweiler aneinander. Der FV-Stürmer schubste seinen Widersacher zu Boden. „Wir haben am Freitag die Mitteilung erhalten, dass Yannik deshalb für zwei Spiele gesperrt ist“, berichtet Trainer Jörg Schampel. Er fehlt dem FV damit auch beim Rückrunden-Auftakt am 18. November gegen Köllerbach.



Ohne Nonnweiler ruhen die Hoffnungen der Schwalbacher auf Tore vor allem auf einem Spieler: Justin Mayan. Der 21-Jährige war in der letzten Saison, als die Grün-Weißen Verbandsliga-Meister wurden, mit 21 Treffern der beste Torschütze des Teams. Auch in dieser Saison hat er schon sieben „Buden“ gemacht.

Und Mayan ist heiß auf die Partie. Denn der „Zehner“ will unbedingt die Rote Laterne loswerden. „Für uns wäre es ein großer Schritt, drei Punkte zu holen. Nicht nur für die Tabelle, sondern auch für’s Selbstvertrauen“, erklärt der 21-Jährige.

Mit der Lage seines Teams ist Mayan natürlich nicht zufrieden. „Dass wir nicht unter die ersten Drei kommen würden, war klar. Aber wir haben uns das doch ein bisschen anders vorgestellt“, gibt der Mittelfeldspieler zu. Warum es beim Aufsteiger nicht so wie gewünscht läuft? Mayan findet: „Wir haben keine schlechte Mannschaft, aber man merkt, dass wir viele Spieler haben, die noch wenig Erfahrung in dieser Klasse haben.“ Dennoch glaubt der 21-Jährige an den Ligaverbleib: „Wir sind im Training sehr engagiert. Wenn keiner den Kopf hängen lässt, dann kommen wir da raus.“ Um dieses Ziel zu erreichen, könnten auch weitere Tore von ihm helfen. Aber was macht den Mittelfeldspieler trotz seines jungen Alters schon so treffsicher? „Meine Zeit bei der SV Elversberg II hat mir da geholfen. Da habe ich gelernt, wie man vorm Tor die Ruhe behält“, verrät Mayan.

2014/15 spielte er für die die SVE II in der Oberliga, dann kehrte er zu seinem Heimatverein Schwalbach zurück, weil er diesem beim Ziel „Aufstieg in die Saarlandliga“ helfen wollte. Diese Mission gelang. Wenn Mayan jetzt noch diese Saison mit dem FV die Klasse hält – dann wäre er rundum zufrieden.