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Fußball
Schwalbach verliert seinen Top-Torjäger

Ab durch die Mitte: Schwalbachs Yannick Nonnweiler ist mit 13 Treffern der drittbeste Torjäger der Saarlandliga.
Ab durch die Mitte: Schwalbachs Yannick Nonnweiler ist mit 13 Treffern der drittbeste Torjäger der Saarlandliga. FOTO: Spektrum bilderdienst / Peter Franz
Schwalbach. Fußball-Saarlandligist FV Schwalbach startet gegen Hasborn in die Rückrunde – und   hofft dabei auf Tore von Yannick Nonn- weiler. Der wird den FVS aber verlassen. Von Philipp Semmler

Der beste Angreifer geht am Saisonende! Fußball-Saarlandligist FV Schwalbach muss ab Sommer auf seinen Top-Torjäger Yannick Nonnweiler verzichten. Der 23-Jährige, der mit 13 Treffern auf Rang drei der Torjägerliste der Saarlandliga steht, wird den Verein verlassen. Dies gab der FV auf SZ-Nachfrage vor dem Start in die Restrückrunde an diesem Sonntag bekannt. Schwalbach empfängt dann um 15 Uhr den SV Hasborn.


„Natürlich ist das für uns ein schmerzhafter Verlust“, sagt FV-Trainer Jörg Schampel. „Aber mir war von vorneherein klar, dass wir Yannick nicht halten können, wenn er so einschlägt, wie wir es uns erhofft haben.“ Interesse an einer Verpflichtung von Nonnweiler hat offenbar unter anderem Schwalbachs Ligakonkurrent SF Köllerbach.

Der Torjäger kam im Sommer 2017 vom luxemburgischen Erstligisten Union Titus Petingen zum FV. Zuvor spielte er auch beim 1. FC Kaiserslautern II und dem 1. FC Nürnberg II, wo er aber immer wieder von Verletzungen ausgebremst wurde. In dieser Saison blieb der 23-Jährige verletzungsfrei – und konnte so mit vielen Treffern glänzen.



Auf Tore von Nonnweiler hofft Schwalbach auch im Kellerduell zum Jahres-Auftakt gegen Hasborn. Die Schampel-Elf ist vor der Partie Tabellen-Drittletzter. Hasborn liegt mit drei Punkten mehr (bei einem Spiel mehr) einen Platz vor Schwalbach.

Mit dabei sein werden in dieser Partie auch die Winter-Neuzugänge Robin Theobald und Florian Irsch. Beide kamen vom Ligarivalen VfB Dillingen. „Man kann davon ausgehen, dass beide von Beginn an spielen“, erklärt Schampel.

In die zweite Saisonhälfte geht der 56-Jährige mit großem Optimismus: „Meine Mannschaft hat im Bereich Erfahrung einen Schritt nach vorne gemacht, das war schon in den letzten Spielen vor der Pause so. Zudem haben wir uns verstärkt, deshalb bin ich optimistisch, dass wir die Klasse halten“, sagt der Übungsleiter.

Auch Tabellen-Schlusslicht FSG Bous hat im Winter personell noch einmal nachgelegt – und Innenverteidiger Hussein Ali vom Ligakonkurrenten Köllerbach geholt. „Er wird uns auf jeden Fall weiterhelfen“, ist FSG-Spielertrainer Sammer Mozain überzeugt. Allerdings ist das Engagement des 28-Jährigen in Bous bis Sommer begrenzt.

Im Gegensatz zum FV Schwalbach, der im Winter keinen Spieler verlor, musste Bous drei Abgänge hinnehmen. Hamza Mourchid ist in die USA gewechselt. Kevin Jung und Marc Klein haben sich Landesligist SG Körprich-Bilsdorf angeschlossen (wir berichteten). Trotz des kleineren Kaders gibt sich Mozain vor dem Rückrundenauftakt seiner Mannschaft am Samstag um 15 Uhr beim VfL Primstal kämpferisch: „Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir drin bleiben“, sagt der 33-Jährige. Angesichts von nur vier Punkten Rückstand aufs rettende Ufer ist die Lage für seine Mannschaft auch noch keinesfalls hoffnungslos.

Zudem starten auch die SG Lebach-Landsweiler und der VfB Dillingen in die restlichen Spiele der Rückrunde. Die SG reist dabei gleich zum Auftakt zu einem wichtigen Kellerduell: Der Tabellen-13. ist am Sonntag, 15 Uhr, beim SV Mettlach zu Gast. Mettlach hat einen Zähler weniger als die SG. Der Liga-Fünfte Dillingen spielt beim SC Brebach (Samstag, 15 Uhr). Beim VfB wird erstmals der jüngste Trainer der Saarlandliga-Geschichte auf der Bank sitzen: der in der Winterpause als Chef-Trainer vorgestellte Daniel Kiefer (23).