Gemeinderat : Schwalbach sagt ja zu gemeinsamem Standesamt

Gemeinderat : Schwalbach sagt ja zu gemeinsamem Standesamt

Die Gemeinde Schwalbach möchte im Wege der interkommunalen Zusammenarbeit gemeinsam mit anderen Kommunen ein Projekt für einen gemeinsamen Standesamtsbezirk im Landkreis Saarlouis aufsetzen. Dies hat der Gemeinderat Schwalbach in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen.

Derzeit werden in den 13 Kommunen des Landkreises verschiedene Modelle der interkommunalen Zusammenarbeit geprüft. Damit betraut ist eine Lenkungsgruppe zur Interkommunalen Zusammenarbeit – kurz ITZ – sowie die Kommunalberatungsfirma KUBUS (wir berichteten). Ein Handlungsfeld dieser Überlegungen war der Bereich Standesamt, also die Einrichtung eines zentralen Standesamtes für den Kreis, statt wie bisher vieler einzelner in den Kommunen. Davon verspricht man sich unter anderem eine Verbesserung bei Vertretungen im Urlaubs-, Fortbildungs- oder Krankheitsfall, besseren fachlichen Austausch unter Kollegen sowie eine größere Rechtssicherheit durch höhere Fallzahlen. Schließlich erwartet
man außerdem einen Einspareffekt bei IT- und Personalkosten.

Der Kommunalberater KUBUS empfiehlt in seinem Abschlussbericht einen gemeinsamen Standesamtsbezirk für alle 13 Kommunen des Kreises, dem die Lenkungsgruppe ITZ jedoch nicht folgte. Stattdessen prüfen die Kommunen in kleineren regionalen Runden jetzt eine mögliche Zusammenarbeit. So
schließen sich derzeit Lebach, Schmelz, Nalbach und Saarwellingen sowie Dillingen, Wallerfangen und Rehlingen-Siersburg kurz.

Gemäß einer vom Kreistag in Auftrag gegebenen Umfrage in den Kommunen zur Bereitschaft zur Teilnahme an einem Standesamtsbezirk für den Kreis Saarlouis und einer Anfang Juni abgehaltenen Abstimmungsrunde gehören zu den Willigen neben Schwalbach, Wadgassen, Ensdorf, Überherrn und Saarlouis. Nicht teilnehmen wollen Lebach, Schmelz, Dillingen und Rehlingen-Siersburg. Wackelkandidaten sind Saarwellingen, Wallerfangen, Bous und Schwalbach.