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Fußball-Saarlandliga
Karatas gönnt sich einen Sechserpack

Samed Karatas traf gegen Bübingen gleich sechs Mal – in einer Halbzeit.
Samed Karatas traf gegen Bübingen gleich sechs Mal – in einer Halbzeit. FOTO: FNS
Schwalbach. Fußball-Saarlandligist Schwalbach hat den ersten Saisonsieg gefeiert – und wie. Gegen Bübingen gab’s ein 10:3! Von Philipp Semmler

Das war wirklich eine irre Partie: Fußball-Saarlandligist FV Schwalbach hat nach sechs Niederlagen in Folge am Sonntag endlich den ersten Saison-Sieg feiern können. Und das in beeindruckender Manier. Vor 120 Zuschauern setzte sich der FV zu Hause gegen den SV Bübingen mit 10:3 (2:3) durch. Damit gab Schwalbach die Rote Laterne an den Gast weiter.


„Wir hoffen, dass der Knoten jetzt endlich geplatzt ist“, jubelte Schwalbachs Spielausschuss-Vorsitzender Mark Steinmetz. Zumindest ein Knoten ist auf jeden Fall geplatzt: Der bei FV-Neuzugang Samed Karatas. Der 23-Jährige Angreifer war vor der Saison von Oberligist FC Hertha Wiesbach verpflichtet worden, um den zu den SF Köllerbach abgewanderten Torjäger Yannik Nonnweiler zu ersetzen. Bei seinem neuen Club erwischte Karatas aber keinen guten Start. Bei seinen ersten fünf Einsätzen blieb er ohne Treffer.

Fast schien es so, als habe er sich die Tore für das wichtige Kellerduell gegen Bübingen aufgehoben. Denn da traf der Angreifer gleich sechs Mal. „Einfach überragend. Samed war ganz klar der Mann des Spiels“, freute sich Steinmetz. „Er hat wahnsinnig toll gekämpft und sich dadurch viele Bälle erobert.“



Dabei sah es lange Zeit gar nicht gut für die Gastgeber aus: Bübingen nutzte in der ersten Hälfte zwei Konter, um eine 2:0-Führung herauszuschießen. Schwalbach kam durch einen von Justin Mayan nach Foul an Karatas verwandelten Elfmeter auf 1:2 heran. Aber danach schlugen wieder die Gäste zu: Nach einem missglückten Rückpass von Schwalbachs Verteidiger Manuel Wollscheit erzielte Bübingen in der 40. Minute das 3:1.

Wichtig für die Gastgeber: Noch vor der Pause verkürzte Florian Irsch für Schwalbach auf 2:3. Nach dem Seitenwechsel kam dann der große Auftritt von Karatas: In der 46. Minute vollstreckte der 23-Jährige nach einem Doppelpass zum 3:3. Nur 120 Sekunden später ließ der Angreifer zwei Gegenspieler austeigen und schoss zum 4:3 ein.

Dann machte auch Wollscheit seinen Fehler aus Hälfte eins wieder gut. Er erzielte in der 56. Minute das 5:3. Danach schraubte Karatas mit vier Treffern binnen einer Viertelstunde das Ergebnis auf 9:3 in die Höhe, ehe Irsch in der 79. Minute zum 10:3-Endstand traf.

Für Schwalbachs Interimstrainer Yaser Akcay, der die Mannschaft zum dritten Mal seit der Trennung von Übungsleiter Jörg Schampel betreute, könnte der Sieg gegen Bübingen übrigens die letzte Partie auf der Bank gewesen sein. „Wir werden vermutlich diese Woche noch einen neuen Trainer präsentieren“, kündigte Steinmetz an.

Aufsteiger SF Rehlingen-Fremersdorf kam im Heimspiel gegen Aufstiegsaspirant SF Köllerbach zu einem 1:1. Fast wären die Sportfreunde vor 250 Zuschauern sogar als Sieger vom Feld gegangen. Jannik Spath hatte die SF mit ein wenig Glück bereits in der fünften Minute in Führung gebracht. Seine eigentlich verunglückte Flanke wurde lang und länger – und senkte sich zum 1:0 ins lange Eck. Danach vergaben Sascha Schröder und David Bonanno Chancen zum 2:0. Beide scheiterten freistehend an Köllerbachs Torwart Sascha Segarra-Gil. Köllerbach kam in der 84. Minute durch Valentin Solovej zum Ausgleich. „Das Remis war aber verdient, weil Köllerbach in Hälfte zwei mächtig Druck gemacht hat“, gab Rehlingens Trainer Oliver Hirschauer zu.