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Schwalbach bekommt Wunschkandidaten

Schwalbach bekommt Wunschkandidaten

Es war ein echter Paukenschlag: Nicola Granata wird im Sommer nach siebenjähriger Arbeit beim FV Schwalbach aufhören. Nun steht auch sein Nachfolger fest: Jörg Schampel, ein Mann mit viel Erfahrung.

Fußball-Verbandsligist FV Schwalbach hat seit dem vergangenen Mittwoch Klarheit, was die Nachfolge von Nicola Granata angeht. Zur neuen Saison wird Jörg Schampel das Traineramt beim aktuellen Tabellenvierten übernehmen. Der 54-Jährige arbeitete zuletzt als Übungsleiter beim Saarlandligisten FV Eppelborn, wo er Mitte September seinen Hut nehmen musste. Davor war Schampel insgesamt elf Jahre beim 1. FC Saarbrücken tätig, als Jugendtrainer und auch zwei Jahre als Verantwortlicher des Reserveteams.

"Wir haben eine junge Mannschaft und haben daher einen Trainer gesucht, der gerne mit jungen Spielern zusammenarbeitet", sagt Mark Steinmetz, der Spielausschussvorsitzende des FV Schwalbach . "Wir sind sehr froh, dass Jörg Schampel sich für uns entschieden hat. Er war einer unserer Wunschkandidaten."

Schampel selbst sieht im FVS "einen sehr gut geführten Verein, mit einem guten Umfeld und einer schönen Anlage. Ich habe nicht lange darüber nachdenken müssen, ob ich das Angebot annehme", verriet er. Im kommenden halben Jahr werde er sich nun ein genaues Bild von der Mannschaft machen und die Planung mitgestalten. In Schwalbach erhofft man sich indes, Nico Granata nach sieben langen und erfolgreichen Jahren einen schönen Abschied bereiten zu können. "Alleine ihm zuliebe wollen wir in der Rückrunde bestmöglich abschneiden. Nach einer so langen Zeit ist da eine echte Freundschaft entstanden", sagt Steinmetz.

Granata ist gemeinsam mit Thorsten Schütte (FSG Schmelz-Limbach) der dienstälteste Trainer der Verbandsliga Südwest. Doch nach sieben Jahren beim FV Schwalbach will er im Sommer neue Wege einschlagen. "Ich habe einfach das Gefühl, dass ich etwas anderes machen muss", sagt der 45-Jährige. "Es war eine ganz schwierige Entscheidung. Ich habe mir das über einen Monat genau durch den Kopf gehen lassen. Der FVS ist ein ganz toller Verein. Aber ich denke, dass der Zeitpunkt der richtige ist. Wir haben uns in den letzten Jahren nach oben orientiert und uns stabilisieren können. Mein Nachfolger wird in einem tollen Umfeld arbeiten und eine funktionierende Mannschaft übernehmen."

Eine Mannschaft, mit der Granata in den ersten beiden schwierigen Jahren in der Verbandsliga jeweils den Ligaverbleib geschafft hatte und die er in der Vorsaison auf Platz fünf führte. In dieser Spielzeit steht der FVS zur Winterpause als Vierter sogar noch besser da. Granatas Ziel ist es, diesen Platz in den restlichen 13 Partien ab Ende Februar zumindest zu halten. "Wenn es noch besser kommen sollte, nehmen wir das gerne mit. Der Abstand nach oben ist allerdings schon groß", sagt er mit Blick auf die neun Punkte Rückstand auf Relegationsplatz zwei. In Schwalbach registriert man die Bekanntgabe des Abgangs von Granata, der das Team 2009 übernommen hatte, mit Bedauern: "Wir hätten sehr gerne mit ihm weitergemacht", meint Steinmetz.