Schüler pflanzen Bäume in Elm. Aktion von Edeka

Baumpflanzung : 500 Bäume für die nächsten Generationen

Pflanzaktion mit Kindergarten- und Schulkindern am Ortsrand von Elm-Sprengen: Jugend war mit Begeisterung dabei.

Am Ende fielen die ersten Schneeflocken des Jahres. Bis dahin hatten die Kinder der Bachtalschule Elm und des Kindergartens Elm-Sprengen eifrig kleine Bäumchen gepflanzt. Die Grundlage dafür schuf eine Aktion von Edeka Berghoff in Elm. Jeder Kunde, sagte Felix Berghoff, der Mehrwegnetze statt Plastik verwendete, schuf die Basis dafür. Dabei wurden Punkte auf einer Baumpflanzkarte gesammelt. Je zehn Punkte ermöglichten einen konkreten Baum. Diese Aktion werde fortgesetzt, sagte er.

Unterstützung für die Umsetzung kam von der Gemeinde Schwalbach. Denn die neuen Bäume seien wichtig, stellte Förster Joachim Schneider dar. Borkenkäfer hätten alleine in diesem Jahr im Gemeindewald einen Verlust von um die 5000 Festmeter Holz verursacht. „Was die heute hier pflanzen“, erklärte Hans-Joachim Both, Umweltsachbearbeiter der Gemeinde Schwalbach, „das machen sie für ihre Kinder und Enkelkinder“. Dafür waren die Jüngsten mit Begeisterung im Einsatz, trotz Dauerregens und kühlen Temperaturen. Dick verpackt in Stiefeln, warmen Jacken und Mützen setzten sie die knie- bis hüfthohen Bäumchen in die Löcher. Die hatten Waldarbeiter mit einem Bodenbohrer angelegt, knapp einen halben Meter tief.

Mit zum Pflanzspaß trugen die Namensschildchen bei. Kreppbänder, auf denen jedes Kind seinen Baum markieren konnte. „Julia“, stand auf einem der Bänder. Sie werde immer wieder nachsehen, wie ihr Baum wachse, versicherte die Grundschülerin begeistert. Mit ihr sorgten rund 50 Kinder am Montagvormittag für den Baumnachwuchs. Dabei erfolgten am Ende der Köllner Straße in Elm-Sprengen, etwa 200 Meter vom Parkplatz entfernt im Wald, insgesamt 500 Pflanzungen. Rund die Hälfte davon durch Grundschule und Kindergarten, die anderen 50 Prozent durch Waldarbeiter.

Namensschilder von Schülern der Bachtalschule Elm tragen etliche der jungen Bäumchen. Bei der Pflanzaktion mit dabei waren (von links unterm Schirm) Ortsvorsteherin Christel Albert und die erste Beigeordnete Alexandra Heinen. Foto: Johannes A. Bodwing

150 Buchen sind jetzt neu gepflanzt, 100 Eichen, 100 Bergahorn-Bäume und 150 Vogelkirschen. Die stehen in Gruppen von je 25 Bäumen um 20 mit farbigen Wimpeln versehene Pflanzpunkte. Das seien Klumpenpflanzung, erklärte Both. Dies bedeutet, anfangs kommen die Sprösslinge dicht zusammen in den Waldboden. „Damit sie gerade zum Licht hochwachsen.“ Bei zu großen Abständen hingegen gehen sie gleich in die Breite, treiben schon weit unten am Stamm Äste aus. Je nach Wachstumsbedingungen findet nach ungefähr 20 Jahren der erste Pflegehieb statt. Dabei wird ein Zielbaum ausgesucht, der bis zum Schluss optimal wachsen soll. „Wir arbeiten für die nächste und übernächste Generation“, sagte Both. Denn bis zur Holzernte kann es je nach Baumart 150 bis 200 Jahre dauern.

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